Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Ärger in den USA - die Uhr tickt

Die US-Bankenaufsicht erhöht offenbar den Druck auf Deutschlands größtes Geldhaus: Wegen schlampigen Risiko-Management sei die Deutsche Bank von den Regulierern angezählt worden. Die Aktie gibt ihre Gewinne wieder ab.

Zehn Mängel seien in Prüfungsprotokollen als "gravierend" bewertet worden - bis Mitte 2015 müssten die Probleme behoben sein, berichtet das Wall Street Journal am Donnerstag. Die Deutsche Bank wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern und war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Umbau komplex

Das Institut steht in den USA schon länger im Fokus der Regulierer. Die Behörden bemängeln Buchführung, interne Kontrollen und technische Systeme. Der Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, hatte Ende Juli auf die Kritik reagiert: Sein Institut investiere viel in eine Verbesserung des Compliance-Systems. Der Umbau der Strukturen sei aber komplex und benötige Zeit. Krause betonte, es gehe den Aufsehern um organisatorische Abläufe. Die Finanzberichte seines Hauses seien stets verlässlich gewesen.

Aktie wieder im Minus

Die Aktie ging am Donnerstag mit einem Minus aus dem Handel, nachdem das Papier lange im Plus notiert hatte. Damit bleibt die charttechnische Situation angespannt. Derzeit nützt auch die sehr günstige Bewertung (2015er-KGV: 9) nichts. Es fehlen einfach die positiven Meldungen. Hinzu kommt, dass der Markt wegen der Ukrainekrise eh schon sehr nervös ist. Aus diesem Grund sollten derzeit nur mutige Börsianer in die Deutsche-Bank-Aktie investieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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