Deutsche Bank
- Nikolas Kessler - Redakteur

Keine Panik bei der Deutschen Bank – Aktie zum Start der Kapitalerhöhung ex Bezugsrechte

Beim Blick auf den Kurs der Deutschen Bank dürfte der eine oder andere Anleger am Dienstagmorgen einen Schock bekommen haben. Das dicke Minus von fast zehn Prozent ist jedoch rein optisch: Wegen dem Beginn der Kapitalerhöhung wird die Aktie ex Bezugsrechte gehandelt.

Ab heute (21. März) können Altaktionäre in Rahmen der Kapitalerhöhung für jeweils zwei gehaltene Aktien eine neue zum Stückpreis von 11,65 Euro erwerben. Auf Basis des Montags-Schlusskurses von 17,195 Euro ergibt das einen rechnerischen Wert von rund 1,85 Euro je Bezugsrecht. Bereinigt um das Bezugsrecht müssten die Anteilsscheine also 15,35 Euro kosten – was auf dem Papier einem Minus von 10,7 Prozent entspräche.

Dass die Deutsche-Bank-Aktie am Morgen im Bereich von 15,75 Euro und somit rund 2,6 Prozent über dem rechnerischen Preis ex Bezugsrechte notiert, spricht indes nach einer regen Nachfrage nach den jungen Aktien. Auch der Preis für die Bezugsrechte selbst ist zwischenzeitlich über die 2-Euro-Marke gestiegen.

Allerdings haben sich in den Tagen vor der Kapitalerhöhung viele Anleger von den Papieren der Deutschen Bank getrennt – am Montag war die Aktie mit einem Minus von über drei Prozent aus dem Handel gegangen. Große Investoren wie Katar oder der kürzlich eingestiegene chinesische Mischkonzern HNA haben jedoch signalisiert, dass sie die vierte Kapitalerhöhung der Deutschen Bank seit 2010 mittragen wollen.

Derzeit keine Empfehlung

Wegen der zu erwartenden Kursschwankungen im Zuge der Kapitalmaßnahme und Zweifeln an der neuen Strategie des Instituts hatte DER AKTIONÄR die Aktie der Deutschen Bank in Ausgabe 11/2017 zum Verkauf empfohlen. Für langfristig orientierte Anleger drängt sich der Widereinstieg aktuell nicht auf, Mutige können mit einer Trading-Position aber auf kurzfristige Bewegungen spekulieren.

 


 

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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