Deutsche Bank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Bank: Wer ist John Cryan?

Am Wochenende wurde bekannt, dass die Doppelspitze der Deutschen Bank, bestehend aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen, ab dem 1. Juli abgelöst wird – und zwar von John Cryan. Der Brite dürfte bislang allerdings kaum einem Kleinanleger in Deutschland bekannt sein. Wer ist dieser Mann?

Der 54-jährige Cryan ist 1987 bei Warburg ins Bankgeschäft eingestiegen. Im Jahre 1992 wechselte er zur Schweizer Großbank UBS, bei der er 2008 bis 2011 Finanzvorstand war. Anschließend arbeitete Cryan als Europa-Chef des Staatsfonds Temasek aus Singapur. Diesen berät er derzeit noch genauso wie den Hedgefondsanbieter MAN Group. Seit dem Jahre 2013 sitzt er auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Zuvor gab es zwischen dem Frankfurter Bankenriesen und ihm keinerlei Beziehungen. Anders als Jürgen Fitschen und Anshu Jain können ihm also keinerlei Altlasten angelastet werden. Ohnehin gilt Cryan laut der FAZ als bodenständig. Der Brite sei zudem „außerordentlich sachkundig und als sehr gut vernetzt in der internationalen Finanzwelt“.

Es bleibt spannend
An der von Jain und Fitschen ausgerufenen Strategie soll Cryan indes nichts verändern. Es dürfte spannend werden, was er ab Juli bei der größten deutschen Privatbank verändern will. DER AKTIONÄR hält an der Kaufempfehlung für die günstig bewertete Deutsche-Bank-Aktie indes nach wie vor fest. Der Stoppkurs sollte bei 24,50 Euro belassen werden.


Brett King über seine Vision der Banken der Zukunft

Breaking Banks

Autor: King, Brett
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

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