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Deutsche Bank: Start für DWS

Am Montagmorgen hat die Deutsche Bank die Pläne des Börsengangs der DWS veröffentlicht. Damit bestätigt die Deutsche Bank Gerüchte über einen der größten Börsengänge 2018.

Die Deutsche Bank hat schon vor einem Jahr angekündigt die Vermögensverwaltersparte im ersten Quartal 2018 an die Börse zu bringen. Nun ist es soweit, die DWS wird voraussichtlich bis Ostern im Prime Standard an die Börse kommen. Dabei will die Deutsche Bank 25 Prozent der Anteile für zwei Milliarden Euro verkaufen und bleibt somit der mit Abstand größte Anteilseigner. Auch die gewählte Rechtsform bestätigt, dass die Deutsche Bank weiterhin das Sagen haben will. Die DWS wird als Kommanditgesellschaft auf Aktien firmieren. Aktionäre sollen hauptsächlich von der hohen Dividendenrendite, die voraussichtlich ca. 5 Prozent betragen wird und damit weit über dem Branchendurchschnitt liegt, zum Kauf verleitet werden. Sie sollen dabei vom Wachstum in ausgewählten Ländern, insbesondere auf dem europäischen und asiatischen Markt profitieren.

Durch den Börsengang soll das Wachstum von DWS gesteigert werden, indem die Marke besser wahrgenommen und der Vertrieb gefördert wird. Zugleich sollen die Kosten reduziert werden durch ein stärkeres  Voranschreiten im Bereich der Digitalisierung und einer  höheren Flexibilität bei der Kontrolle der Kosten. Desweitern will die DWS in Amerika nur noch ausgewählte Fondsprodukte anbieten. Nicolas Moreau, Chief Executive Officer der DWS, sagte: " Wir sind überzeugt, dass der geplante Börsengang ein Katalysator für die Umsetzung unserer Strategie sein wird und den Mehrwert für unsere Aktionäre steigert."

Aufgrund der Strafandrohungen letztes Jahr sank das zu verwaltende Kapital um 5 Prozent, das soll aber durch einen durchschnittlichen Zuwachs des zu verwaltenden Geldes von 3-5 Prozent wieder ausgeglichen werden. Die DWS verwaltet aktuell 700 mrd. € und ist damit Marktführer in Deutschland und einer der größten Vermögensverwalter Europas.

Die DWS und die Deutsche Bank haben zusammen eine zehnjährige Vertriebsvereinbahrung geschlossen um den Vertrieb der Produkte der DWS zu sichern, somit hat die DWS weiterhin den vollen Zugang zum attraktiven Kundenstamm im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Durch die weitere Vertiefung der DWS-Produktpalette soll diese Beziehung zukünftig sogar noch ausgebaut werden.

Zum einen stellt die Ausgliederung der DWS für John Cryan ein wichtiges Etappenziel beim Umbau des verlustreichen Geldhauses dar und ermöglicht wie oben genannt der DWS viele neue strategische Optionen, zum anderen ist die Ausgliederung auch als sehr kritisch zu erachten, da die Bank einen Teil ihrer Kronjuwelen verkauft. 2017 machte die DWS über 50 Prozent des Gewinns des Bankhauses aus.

Peergroup-Vergleich DWS:

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| Martin Mrowka | 0 Kommentare

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