Deutsche Bank
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Deutsche Bank: Sell-Analyse - 38 Prozent Risiko


Die Investmentbank Berenberg blickt pessimistisch auf die Aktien der Deutschen Bank. Analyst James Chappell stufte die Anteile an dem deutschen Bankenprimus wegen starkem Gegenwind im Geschäft von "Hold" auf "Sell" ab.

Zu viel Fremdkapital

Das Institut habe weiterhin große Probleme. Vor allem belaste der immer noch zu hohe Fremdkapitalanteil, schrieb Chappell in einer Studie. Allerdings erschienen bei den denkbaren Gegenmaßnahmen derzeit weder ein Verkauf von Vermögensteilen, noch eine Kapitalerhöhung für die Bank ohne weiteres umsetzbar. Anteilsverkäufe würden durch einen schwierigen Markt verstellt; eine Kapitalerhöhung werde von der mangelnden Perspektive für Investoren erschwert.

Die gesamte Bankenindustrie bewege sich in einer schwierigen Phase und strukturell im Abschwung. Profitabilität werde im Kerngeschäft nur schwer erreicht, hob der Analyst hervor. Die Postbank, die einige Anleger als möglichen Kapitalbringer für die Deutsche Bank ansehen, bringt aus Sicht von Chappell keinen zusätzlichen Wert. Er senkte sein Kursziel von 14 auf 9 Euro und sieht damit 39 Prozent Kursrisiko im kommenden Jahr.

Chart angeschlagen

Die 13-Euro-Marke ist nun entscheidend, nachdem ein technischer Befreiungsschlag bislang ausblieb. Hält das bisherige Jahrestief nicht,könnte das Kursziel des Analysten Wirklichkeiit werden. Investierte Anleger sollten den bereits mehrmals angesprochenen Stopp bei 13,20 Euro beachten!

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Licht und Schatten

Bereits im Oktober 2015 hatte die Deutsche Bank den Verkauf ihrer mexikanischen Töchter an die dortige Investa Bank bekannt gegeben. Diese braucht allerdings eine Kapitalerhöhung, um den Zukauf stemmen zu können. Laut Handelsblatt wird gegen die Bank jetzt ermittelt. Auch für die Deutsche Bank … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Ist Achleitner wirklich der Richtige?

Bei der Deutschen Bank dürfte einer zweiten Amtszeit von Paul Achleitner als Aufsichtsratschef nichts mehr im Wege stehen. Der oberste Konzernkontolleur tritt aber ein schweres Erbe an, das teilweise auch auf seine eigenen Fehler zurückzuführen sein dürfte. Während die Mehrheit der Großaktionäre … mehr