Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Schlappe im Kirch-Prozess - Aktie steigt trotzdem

Im Streit mit den Erben des Medienmagnaten Leo Kirch muss die Deutsche Bank eine weitere Niederlage einstecken. Die Anwälte der Kirch-Erben erhalten nun Akteneinsicht, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Damit erhält die Kirch-Seite wahrscheinlich Munition für eine bedeutende Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof. Hierbei geht es um eine Schadenersatz-Strafe aus dem Jahr 2012. Das Oberlandesgericht München hatte sie damals ausgesprochen, ohne eine Höhe des Schadenersatzes festzulegen. Die Deutsche Bank will das Urteil mit Hilfe des BGH abwehren, schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter.

Kepler Cheuvreux ist optimistisch

Trotz des Kirch-Prozesses und anderer Rechtsstreitigkeiten sind die meisten Analysten optimistisch für die Deutsche Bank. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für die Aktie auf „Kaufen“ belassen mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Die Ankündigung, sich aus großen Teilen des Rohstoffgeschäfts zurückzuziehen, habe ihn überrascht, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Freitag. Bis vor kurzem noch habe sich die Bank bemüht, dieses Geschäft in die Top-Liga zu heben. Der Einfluss des Rückzugs habe aber keinen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis.

Für Geduldige

Die Deutsche Bank ist mit einem 2014er-KGV von 9 im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Allerdings werden Anleger Geduld brauchen, bis die Unterbewertung komplett abgebaut sein wird. DER AKTIONÄR empfiehlt einen Stopp bei 29 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 1 Kommentar

Deutsche Bank: Keine Hilfe aus Berlin

Nach Angaben des Focus kann die Deutsche Bank ein Jahr vor der Bundestagswahl nicht auf die Unterstützung der Politik hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll diplomatische Hilfe und eine Geldspritze des Staates ausgeschlossen haben. mehr