Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Rückzug aus Polen

Die Deutsche Bank hat nach Monaten der Käufersuche einen Großteil des polnischen Geschäftes verkauft. Zugeschlagen hat eine Tochter der Banco Santander. Ganz verlassen wird der Markt aber nicht.

Die Privatkundensparte der Deutschen Bank in Polen geht für 305 Millionen Euro an die Zachodni WBK, eine Tochter der spanischen Banco Santander. Damit erlöst die Deutsche Bank weniger als gedacht: Zu Beginn des Verkaufsprozesses schätzen Experten noch, dass die Deutschen knapp 400 Millionen Euro erlösen könnten. Das Portfolio mit Hypothekendarlehen, die auf Fremdwährungen - hauptsächlich Schweizer Franken - lauten, behält die Bank. Mit der Transaktionsbank, dem Investmentbanking und der Unternehmenskundensparte ist man hingegen weiter in Polen aktiv.

Konsequenzen gezogen

Ein Teil der Strategie von CEO John Cryan ist der Rückzug aus wenig lukrativen Märkten. Mit dem harten Wettbewerb und der Unberechenbarkeit der polnischen Regierung ist es der richtige Schritt, dem Land teilweise den Rücken zu kehren.

Nicht nur eine starke weltweite Konjunktur und steigende Zinsen sprechen für die Aktie der Deutschen Bank. Auch das günstige Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 und das 2018er-KGV von 12 sind Pluspunkte. Zudem hat sich das Chartbild zuletzt deutlich verbessert.

DER AKTIONÄR rät Anlegern weiterhin zum Kauf und hat ein Kursziel von 20,00 Euro ausgegeben. Der Stoppkurs beträgt 14,50 Euro.

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