Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Kapitalerhöhung noch im März

Keine Strategie, zu ineffizient und unterkapitalisiert: Das wurde der Deutschen Bank lange vorgeworfen. Doch nun packt CEO John Cryan die Probleme an. Die Bank will nicht nur neues Kapital bei den Aktionären einsammeln, auch bei der Strategie gibt es einige Änderungen. Zudem übernimmt Cryan selbst mehr Verantwortung.

Verwässerung für Altaktionäre

Was die Kapitalerhöhung angeht, soll es jetzt schnell gehen: Schon Ende des Monats am 21. März beginnt die Zeichnungsfrist, die am 6. April beendet sein soll. Insgesamt will die Deutsche Bank über die Maßnahme mit der Platzierung von 687,5 Millionen Anteilsscheine acht Milliarden Euro einsammeln, so das Handelsblatt. Für Altaktionäre ist es die vierte Kapitalerhöhung seit 2010, der Wert ihrer Papiere wird durch die neuen Titel verwässert. Ausgegeben werden sollen die neuen Aktien zu 11,65 Euro, was gegenüber dem aktuellen Kurs ein deutlicher Abschlag ist .

Cryan will nicht nur die Kapitalpolster des Konzerns füllen, sondern ändert auch die Struktur des Konzerns. Künftig soll es drei Sparten geben, wobei die Postbank und vermögende Kunden künftig zum Privat- und Firmenkundengeschäft kommen. Die Bereiche Zahlungsverkehr, Beratung und die Großkundenbetreuung werden wieder in die Investmentbanking-Sparte integriert und bilden das zweite Segment. Eigenständig bleiben soll dagegen die Fondstochter Deutsche Asset Management. Allerdings ist innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Teilbörsengang der Sparte geplant, um zusätzliche Milliarden einzusammeln.

Neuigkeiten gibt es auch zum kriselnden USA-Geschäft: Das will Cryan in Zukunft neben der Vorstand selbst führen. Um ihn an der Konzernspitze zu unterstützen, werden Finanzchef Markus Schenk und Christian Sewing, Vorstand des Privatkundengeschäfts, zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden befördert.

Verbessere Perspektive, aber…

Mit der Kapitalerhöhung und der Straffung der Strukturen macht Cryan die Deutsche Bank endlich wetterfest. Die Aussichten für den Konzern verbessern sich dadurch deutlich. Die Aktie wird aber nicht zuletzt durch den Verwässerungseffekt durch die Ausgabe neuer Anteile unter Druck geraten. Anleger sollten deshalb vor der Kapitalerhöhung die Deutsche Bank verkaufen.

 


 

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