Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt kommen die Scheichs

Die Herrscherfamilie von Kater glaubt an die Deutsche Bank, berichtet Reuters. Damit wächst die Zuversicht für eine mögliche Kapitalerhöhung. Auch ein teilweiser Börsengang der Tochter DWS oder eine Kapitalspritze von DAX-Konzernen werden diskutiert.

Katar ist Großaktionär bei der Deutschen Bank und hält knapp unter zehn Prozent der Anteile. Wie Reuters von Insidern erfahren haben will, plant das Emirat nicht, sein Investment bei dem Geldhaus zu beenden. Im Gegenteil: Es steht im Raum, dass sich die Araber auch an einer neuen Kapitalerhöhung beteiligen könnten.

Keine Strategieänderung

„Katar glaubt, dass es für die Bank am Ende gut ausgeht“, so ein Insider. Wünschenswert wäre demnach, wenn der Konzern zeitnah seine Rechtsstreitigkeiten beilegen würde. Nicht eine fehlende Strategie sei für den Großaktionär das Problem, sondern die Umsetzung. Ein erneuter Austausch des Top-Managements steht für das Emirat ebenfalls nicht auf der Tagesordnung. Falls sich das Land an einer Kapitalerhöhung beteiligen würde, wolle man aber unter der Grenze von zehn Prozent der Anteile bleiben, so ein Insider. Wird die Marke überschritten, drohen in Deutschland Veröffentlichungspflichten.

Cryan muss sich entscheiden

Beteiligen sich deutsche Großkonzerne und Katar an einer Kapitalerhöhung und bringt die Bank Teile der DWS an die Börse, könnte endlich wieder Ruhe einkehren in Frankfurt. CEO Cryan müsste dazu aber endlich Handeln. Anleger lassen die Finger von den Titeln

 


 

Business Adventures

Autor: John Brooks
ISBN:9783864702525
Seiten: 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. März 2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Wenn Bill Gates in seinem Blog ein Buch zum „besten Wirtschaftsbuch“ kürt und nebenbei erwähnt, dass er es sich vor Jahren von Warren Buffett geliehen hat, dann kommt das dabei heraus: Ein seit Jahren vergriffenes Werk wird wieder zum Bestseller.
„Business Adventures“ wurde erstmals im Jahr 1968 veröffentlicht. Es enthält zwölf Essays des New Yorker-Journalisten John Brooks, in denen dieser beschreibt, wie sich das Schicksal gigantischer Unternehmen durch einen Schlüsselmoment entschied. Sie geben einen zeitlosen und tiefen Einblick in die Mechanismen der Wirtschaft und der Wall Street. Bis vor wenigen Monaten war das Buch jahrelang vergriffen. Dann lobte Bill Gates es über den grünen Klee. Der Rest ist Geschichte. „Business ­Adventures“ schoss umgehend in die Bestsellerlisten. Nun liegt das Werk für die nächste Generation von ­Unternehmern und Anlegern vor.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Der Basel-IV-Schreck

Die Deutsche Bank hat mit der jüngsten Kapitalerhöhung im April die harte Kernkapitalquote auf 14,1 Prozent hochgeschraubt. Die Bank hat damit nach der HSBC, die auf 14,3 Prozent kommt, in Europa die zweithöchste Kapitalausstattung. Diskussionen um eine zu geringe Kapitaldecke sollten damit … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Gefahr heißt Trump

Die Deutsche Bank ist größte Gläubigerin des US-Präsidenten. Im Hypothekenstreit des vergangenen Jahres wurde das dem Konzern noch als Vorteil ausgelegt. Marktteilnehmer vermuteten wohl zurecht, Trump hätte wegen seiner Geschäftsbeziehungen nach Frankfurt kein Interesse an einer zu hohen Strafe für … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Das will die HNA Group wirklich

Der chinesische Mischkonzern HNA Group ist in Deutschland bis vor kurzem nahezu unbekannt gewesen. Der Einstieg bei der Deutschen Bank im Frühjahr diesen Jahres hat das aber geändert. Die Chinesen haben im Zuge der jüngsten Kapitalerhöhung im April ihren Anteil überraschend auf 9,9 Prozent … mehr