Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Greift das Abstauberlimit noch?

Aktienreport Deutsche Bank

Die Kapitalerhöhung der Deutschen Bank ist durch, es fehlt nur noch die Eintragung ins Handelsregister. Obwohl alle Stücke platziert worden sein dürften, befindet sich die Aktie weiter im Abwärtssog. DER AKTIONÄR hatte eine solche Entwicklung erwartet - bis zum Abstauberlimit fehlt nicht mehr viel.

Abwarten und Limit platzieren

In Ausgabe 25/2014 hatte DER AKTIONÄR die Empfehlung ausgesprochen, zunächst die Kapitalerhöhung abzuwarten und dann erst bei der Deutschen Bank zuzugreifen. Allerdings sollten Anleger mit einem Abstauberlimit bei 26 Euro agieren.

Möglicherweise wiederholt sich die Geschichte: Im vergangenen Jahr führte die Commerzbank eine Kapitalerhöhung durch. Im Zuge der Ankündigung und der Ausgabe der neuen Aktien ging es mit dem Kurs zunächst noch deutlich in den Keller. Ab Sommer erholte sich die Aktie allerdings wieder und konnte sich in der Spitze mehr als verdoppeln. 

Günstige Bewertung

Fundamental betrachtet hat die Aktie durchaus Potenzial. Mit einem 2015er-KGV von 9 (nach der Emission der 300 Millionen zusätzlichen Aktien) ist der Titel im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Zudem dürfte sich der Abschlag wegen der Sorgen über einen nicht ausreichenden Risikopuffer nach dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalerhöhung langsam reduzieren.

Deutsche Bank; Chart;

Nur mit Limit!

Der Chart spricht hingegen eine andere Sprache. Der seit Januar gültige Abwärtstrend ist nach wie vor intakt - nahezu täglich werden neue Zwischentiefs markiert. Ein Einstieg bietet sich deshalb weiterhin nicht an, das Kauflimit von 26 Euro bleibt im Markt.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Stunde der Wahrheit

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wohl die größten Rechtsrisiken beseitigt, die auf dem Kurs gelastet haben. Seit der jüngsten Kapitalerhöhung sind zudem die Diskussionen um die Eigenkapitalbasis beendet. Bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag, 27. April, geht es deshalb … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank vor Zahlen: Jetzt zählt es

Die Deutsche Bank veröffentlicht am kommenden Donnerstag, 28. April, die Zahlen zum ersten Quartal. Nach Aussage von CEO John Cryan liefen die Geschäfte für den Konzern zu Jahresbeginn wieder besser, nachdem Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2016 die Bilanz noch verhagelt hatten. … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Risiken schwinden

Deutsche-Bank-CEO John Cryan konnte im vergangenen Jahr mit dem Hypothekenstreit in den USA und der Geldwäscheaffäre in Russland die größten Rechtsrisiken beilegen. Jetzt kann der Konzern einen weiteren Sieg für sich verbuchen: Laut Bloomberg wurden in Russland die Anschuldigungen fallen gelassen, … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Insider kaufen

Mehrere Vorstände der Deutschen Bank haben bei der jüngsten Kapitalerhöhung kräftig zugegriffen. Vorstandsvorsitzender John Cryan übte seine Bezugsrechte vollständig aus und erwarb junge Aktien für 53.357 Euro. Die als Kronprinzen gehandelten Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenk … mehr