Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Das Problem Trump

Bereits im US-Wahlkampf um das Präsidentenamt wurde bekannt, dass die Deutsche Bank die größte Gläubigerin von Donald Trump ist. Amerikanische Banken haben sich schon länger von Geschäften mit dem einstigen Immobilienmogul zurückgezogen. Die knapp 300 Millionen Dollar Kredite, die die Bank an Trump vergeben hat, werden jetzt zum Problem für den Konzern.

Interessenkonflikt mit Beigeschmack

Probleme mit der pünktlichen Zahlung der Zinsen gebe es nicht, schreibt das Manager-Magazin. Trotzdem würde die Deutsche Bank die Kredite lieber heute als morgen restrukturieren. Zwar werden die Gewerbeimmobilien, die mit den Darlehen finanziert wurden, mittlerweile von Trumps Söhnen geführt. Allerdings hat der Präsident bei der Vergabe der Kredite eine persönliche Garantie ausgesprochen. Im Klartext: Sollte es doch zu Problemen bei der Bedienung kommen, müsste die Deutsche Bank versuchen Vermögen des US-Präsidenten zu pfänden.

Eine Lösung wäre Trump aus der Haftung zu nehmen und stattdessen die Immobilien selbst als Sicherheit anzuerkennen. Allerdings konnten bisher noch nicht alle Verträge mit dem Präsidenten dahingehend geändert werden.

Finger weg

Derzeit steht die Deutsche Bank bei möglichen Gewinnverschiebungen in Steueroasen im Zwielicht. Dabei wird fast überschattet, dass das Geldhaus derzeit eine Kapitelerhöhung durchführt. Auch wenn Zweifel über die Kapitalbasis der Bank danach ausgeräumt sind, bleibt der Erfolg der neuen Strategie mehr als unsicher. Anleger meiden deshalb die Aktie.

 


 

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