Deutsche Bank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Bank: Das muss John Cryan jetzt liefern

John Cryan hat derzeit das, was seine Vorgänger Anshu Jain und Jürgen Fitschen schon vor vielen Monaten verloren hatten: das Vertrauen der Marktteilnehmer. Viele gehen davon aus, dass Cryan die Deutsche Bank endlich wieder auf Kurs bringt. Welche Ergebnisse John Cryan und sein Team erzielen müssen um die Experten zufriedenzustellen, zeigt nun DER AKTIONÄR auf.

Aktuell gehen die Analysten davon aus, dass die Deutsche Bank im laufenden Jahr insgesamt Einnahmen von 34,1 Milliarden Euro erzielen dürfte. Der bereinigte Gewinn soll sich auf 5,0 Milliarden Euro belaufen (Vorjahr: 4,8 Milliarden Euro), das Reinergebnis auf 2,5 Milliarden Euro (2014: 1,7 Milliarden Euro) beziehungsweise 1,97 Euro je Aktie. Für das kommende Jahr wird mit Erträgen von 34,2 Milliarden Euro gerechnet. Bei einem bereinigten Gewinn von 5,3 Milliarden Euro soll das Nettoergebnis 4,3 Milliarden Euro betragen (2,66 Euro pro Anteilschein). 2017 sollen es dann sogar 5,3 Milliarden Euro (3,64 Euro je Aktie) werden.

Die Messlatte hängt hoch
Es wird also bis 2017 mit einer glatten Verdreifachung der Nettogewinne gerechnet. Natürlich verfügt Deutschlands größte Privatbank über das hierfür notwendige Ertragspotenzial. Schließlich sorgten 2014 vor allem zahlreiche Sondereffekte für einen (für Deutsche-Bank-Verhältnisse) niedrigen Gewinn von „nur“ 1,7 Milliarden Euro). Gelingt es John Cryan und seinen Vorstandskollegen zumindest die zuletzt ausufernden Rechtskosten endlich in den Griff zu bekommen beziehungsweise einzudämmen, stehen die Chancen, dass die Deutsche Bank wieder wesentlich höhere Gewinne erzielen kann, sehr gut.

Aktie bleibt ein Kauf
Die Aktie der Deutschen Bank bleibt weiterhin eine Kaufempfehlung des AKTIONÄR. Die Bewertung der DAX-Titel ist im Vergleich zu anderen Großbanken sehr niedrig, weshalb langfristig orientierte Anleger einsteigen können. Der Stoppkurs sollte bei 24,50 Euro belassen werden.


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