Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Da ist das Ding!

Aufatmen nach Zahlen bei der Deutschen Bank: Der Konzern kriegte im dritten Quartal die Kurve und machte einen Gewinn nach Steuern von 278 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem Verlust von 600 Millionen Euro gerechnet.

Verschnaufpause für Deutsche-Bank-CEO John Cryan. Allen Unkenrufen zum Trotz ist sein Konzern im dritten Quartal nicht erneut in die Verlustzone gerutscht. Wie die US-Banken profitierte das Geldhaus von einem starken Handelsgeschäft wegen der Unsicherheit rund um den Brexit. Die Erträge stiegen von 7,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 7,5 Milliarden Euro.

Kernkapitalquote legt zu

Punkten kann die Deutsche Bank auch bei der wichtigen Kernkapitalquote. Der Wert stieg von 10,8 Prozent im Vorjahresquartal auf 11,1 Prozent. Bis 2018 müssen hier nach Basel III 12,25 Prozent erreicht werden. Die Rückstellungen für Rechtsrisiken erhöhten sich um 800 Millionen auf 5,9 Milliarden Euro. Für Eventualrisiken hat der Vorstand seine Schätzung um 100 Millionen Euro auf 1,6 Miliarden Euro reduziert. Für diese Risikoart wurde noch kein Geld beiseite gelegt.

Hoffnungsschimmer

Für Aktionäre ist das Ergebnis der Deutschen Bank ein kleiner Hoffnungsschimmer. Operativ lief es zuletzt besser als gedacht. Die drohende Milliardenstrafe in den USA hat Cryan aber immer noch nicht abgewendet. Zudem droht neuer Ärger in den USA mit einer weiteren Strafe, die in die Milliarden gehen kann. Die Aktie eignet sich nur für Trader, alle anderen warten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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