Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Da ist das Ding – Panik abgesagt

Gerüchten zufolge hat sich die Deutsche Bank mit dem US-Justizministerium auf eine Strafzahlung in Höhe von 5,4 Milliarden Dollar geeinigt. Die Aktien schießen nachbörslich auf fast 14 Prozent in die Höhe. Ist jetzt alles gut?

In den nächsten Tagen soll die Strafhöhe öffentlich bekannt gegeben werden. Für die Deutsche Bank würde die Strafe mit 5,4 Milliarden Dollar deutlich günstiger als die anfängliche Forderung des US-Justizministeriums von 14 Milliarden Dollar ausfallen. Nach der heutigen Achterbahnfahrt – die Titel verloren heute Morgen bis zu neun Prozent – geht die Woche glimpflich aus für Deutschlands größtes Geldhaus.

Risiken bleiben hoch

Anleger sollten sich aber nicht zu früh freuen. Nach Schätzungen von Experten hat die Deutsche Bank für den Vergleich in den USA nur zwei bis drei Milliarden Dollar zurückgestellt. Es wird also schwierig selbst 5,4 Milliarden Dollar aufzubringen, was annähernd der gesamten Summe der Rückstellungen für Rechtsrisiken in 2016 entspricht. Zusätzlich steht auch noch der Geldwäscheskandal in Russland im Raum. Hier dürfte eine weitere Milliarde fällig werden. Hat Cryan auch diese Hürde genommen, muss er sich endlich einer neuen Strategie für die Deutsche Bank widmen. Aufgrund der Vielzahl der Probleme lassen Anleger weiterhin die Finger von der Deutschen-Bank-Aktie.

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