Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Cryan ist unzufrieden

Die Deutsche Bank hatte die Erwartungen an die Zahlen zum zweiten Quartal im Vorfeld gedämpft. Doch jetzt zeigt sich: Das Finanzinstitut macht wieder gute Gewinne. Allerdings gibt es auch Schönheitsfehler.

Der Konzern verdiente vor Steuern mit 822 Millionen Euro fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (408 Millionen Euro). Der Nettogewinn stieg von 20 auf 466 Millionen Euro, wobei Analysten nur 273 Millionen Euro erwartet hatten. Analysten hatten nur 273 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz blieb mit 6,62 Milliarden Euro allerdings hinter dem Analystenkonsens zurück (7,10 Milliarden Euro).

Vorstandsvorsitzender John Cryan ist nicht zufrieden: „Trotz der deutlichen Verbesserung bleibt dieser Gewinn hinter unserem langfristigen Anspruch zurück. Bei den Erträgen sind wir noch nicht überall dort, wo wir sein wollen. Das lag vor allem daran, dass sich die Kunden an den Finanzmärkten zurückhielten. Während wir unsere Bank weiter modernisieren, konzentrieren wir uns nun darauf, profitabel zu wachsen.“

Aussichten hellen sich auf

Auch wenn die Erträge hinter den Erwartungen zurückblieben, ist klar: Ohne Geldstrafen in Milliarden steigt der Gewinn der Deutschen Bank wieder deutlich an. Cryan ist auf einem guten Weg, den Konzern wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. Steigende Zinsen und der geplante Teilbörsengang des Tochterunternehmens Deutsche Asset Management sollten für Rückenwind sorgen.

DER AKTIONÄR empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf und sieht Potenzial bis 25,00 Euro. Die Position sollte durch einen Stopp bei 12,50 Euro abgesichert werden.

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