DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank im Fokus - DAX bei 10.500

Nach dem feiertagsbedingten Ruhetag am Montag startet der deutsche Aktienmarkt gemächlich in die neue Handelswoche. Zwar gab es gute Vorgaben aus Japan - der Nikkei schloss 0,8 Prozent höher -, doch nach den leichten Verlusten an der Wall Street verharrt der XDAX auf der Stelle. Die Charttechniker warten damit weiter auf ein neues Signal.

Neben den Arbeitsmarktdaten am Freitag stehen vor allem die Entwicklungen bei Deutsche Bank und Commerzbank im Fokus. Die ADRs von Deutsche Bank gaben am Montag in New York um 0,8 Prozent nach. Das Unternehmen führt die Gespräche über einen Vergleich mit der US-Justiz im Zusammenhang mit Hypotheken-Bonds in der Sache zwar fort, aber beide Seiten müssen die Einigung den jeweiligen Entscheidungsträgern zur Genehmigung noch vorlegen, berichtete gestern das Wall Street Journal.

Reversal am Freitag

Im Tagesverlauf steht ferner der Kapitalmarkttag der Commerzbank im Interesse der Investoren. Die Aktie der "Gelben" war im Sog der "Blauen" unter die 6-Euro-Marke gerauscht. Die Probleme der Deutschen Bank hatten den DAX am Freitag noch unter 10.200 Punkte rauschen lassen, ehe Spekulationen über eine Strafmilderung in den USA die Runde machten. Am Schluss hatte die Aktie vom Tief aus mehr als 15 Prozent zugelegt und den DAX wieder über 10.500 Zähler gezogen.

Mit dem Reversal am Freitag wurde noch einmal Schlimmeres verhindert. Bevor Anleger aber jetzt blindlings in den DAX gehen, sollte der Index das jüngste Abwärtsgap bei 10.610 Punkten geschlossen haben. Zuvor muss noch die Hürde bei 10.575 Zählern gemeistert werden.

Pattsituation

Charttechnisch betrachtet besteht weiterhin eine Pattsituation zwischen Bullen und Bären. Diese Situation wird erst aufgelöst, wenn der DAX entweder das Jahreshoch bei 10.800 Punkten überwindet oder unter den GD200 bei 10.020 Zählern fällt. Für erhöhte Volatilität dürften darüber hinaus die Sorgen um die Deutsche Bank sowie der US-Präsidentschaftswahlkampf sorgen. DER AKTIONÄR bleibt vorerst auf Stand-by.

 


Stocks on the Move
 

Autor: Clenow, Andreas
ISBN: 9783864703607
Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 20.07.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Es ist gar nicht so schwer, den Markt zu schlagen. Dennoch versagen nahezu alle Investmentfonds regelmäßig bei dem Versuch. Hedgefondsmanager Andreas F. Clenow nimmt seine Leser mit hinter die Kulissen der Branche, um ihnen zu zeigen, warum das so ist und wie jeder Anleger die Fonds schlagen kann. Der Schlüssel dazu: Momentum-Investing. Es ist eine von nur sehr wenigen Methoden, die erwiesenermaßen konstant den Markt schlagen. In seinem Buch präsentiert Clenow die Methoden, mit denen etablierte Hedgefonds ihre Ergebnisse erzielen. »Stocks on the Move« stellt einen rationalen Investmentansatz vor. Alle Regeln und alle Details werden erklärt, keine Frage bleibt offen.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX, wie lange willst du noch warten?

Der DAX ist am Dienstag auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen und damit bis auf wenige Zähler an die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie herangelaufen. Ein schwacher Ifo-Index hat den deutschen Leitindex im letzten Moment gestoppt, DAS Kaufsignal zu generieren. Anleger müssen sich also … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Neue Inflationssorgen? DAX macht erst einmal Pause

Der DAX startet zum Wochenschluss etwas leichter in den Handelstag. Nach Ansicht vieler Experten sind es die steigenden Rohstoffpreise, die den Anlegern aufs Gemüt schlagen. Denn, so die Denke, dies könnte die US-Notenbank dazu zwingen, stärker an der Zinsschraube zudrehen als bislang erwartet. mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

TecDAX, MDAX: Dynamischer als der DAX!

Top-Werte in der zweiten Liga: MDAX und TecDAX laufen deutlich besser als der deutsche Leitindex. Der DAX 30 gilt vielen Anlegern als Gradmesser für den deutschen Aktienmarkt. Kein Wunder – dominiert der deutsche Leitindex doch fast immer die Börsenberichterstattung. Versierte Anleger wissen … mehr