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- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz und Munich Re: Schlechte Nachrichten aus Griechenland

Die Negativmeldungen aus Griechenland reißen nicht ab. Nun hat auch der neue Ministerpräsident Lukas Papademos seine Landsleute vor einer Staatspleite gewarnt. Dies hätte natürlich auch böse Folgen für die deutschen Gläubiger Commerzbank, Allianz, Munich Re und Deutsche Bank.

Die Lage in Griechenland spitzt sich wieder einmal zu. Nun hat auch der neue Ministerpräsident Lukas Papademos vor einer Staatspleite und dem möglichen Euro-Austritt gewarnt. Er fordert daher von seinen Landsleuten einen Lohnverzicht, ansonsten könnte die nächste Kredittranche in Milliardenhöhe von EU und IWF gefährdet werden. Im März könnte es in diesem falle dann zur Staatsinsolvenz kommen, da dann auslaufende Anleihen im Volumen von mehr als 17 Milliarden Euro zurückgezahlt werden müssen. Ohne Hilfe kann das Land dies nicht stemmen.

Allianz, Deutsche Bank und Munich Re werden es verschmerzen

Scheitern die Rettungsversuche und käme es tatsächlich zur Staatspleite Griechenlands, müssten die Gläubiger aus Eurostaaten wie Deutschland natürlich auf wesentlich mehr als die bisher vereinbarten 50 Prozent verzichten. Die deutschen Finanzriesen müssten daher weitere empfindliche Abschreibungen hinnehmen. Ähnlich wie bei einem möglichen Schuldenschnitt von 75 Prozent, über den derzeit ebenfalls diskutiert wird, sollten Deutsche Bank, Munich Re und Allianz (sie hat ihre griechischen Staatsanleihen bereits auf 39 Prozent des Nennwertes abgeschrieben) auch einen Euro-Austritt Griechenlands verkraften. Die Konzernergebnisse würden allerdings dadurch natürlich verhagelt werden und die Aktien unter Druck geraten. Daher weiterhin sollten nur risikobereite Anleger bei den günstig bewerteten Aktien einsteigen. Der Stoppkurs sollte bei der Munich Re bei 77,50 Euro, bei der Allianz bei 57,80 Euro und bei der Deutschen Bank bei 25,00 Euro belassen werden.

Die Commerzbank muss zittern

Für die Commerzbank wäre ein Austritt Griechenlands und die damit wohl verbundenen weiteren Verluste nicht so leicht zu verkraften. Der DAX-Konzern müsste dann wohl einen dreistelligen Millionenbetrag abschreiben. Angesichts der von der europäischen Bankenaufsicht EBA ermittelten Kapitallücke von rund fünf Milliarden Euro wäre dies natürlich ein herber Rückschlag. Eine Kapitalerhöhung oder sogar weitere Staatshilfen würden dann wahrscheinlicher werden. Die Aktie bleibt daher ausnahmslos für mutige Anleger geeignet (Stopp bei 0,90 Euro).

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