Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Brauchen keine Staatshilfe - wirklich?

Nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef John Cryan ist die Sorge um sein Institut unbegründet. Er äußerte sich in einem Interview mit der Bild-Zeitung optimistisch über die aktuelle Situation. Der Kurs der Aktien notiert heute wieder fester.

Staatshilfe für die Deutsche Bank? „Das ist für uns kein Thema“, antwortete CEO Cryan gegenüber der Bild-Zeitung. Auch die Meldung vom Wochenende, dass er diesen Sommer Angela Merkel getroffen habe, um entsprechende Maßnahmen abzusprechen, dementierte er. „Ich habe die Bundeskanzlerin zu keinem Zeitpunkt um Hilfe gebeten. Ich habe auch nichts dergleichen angedeutet“. Wie jemand auf diese Idee komme, ist Cryan schleierhaft.

Keine Kapitalerhöhung geplant, alles ist gut

Auch eine Kapitalerhöhung sieht Cryan nicht auf der Tagesordnung: „Die Frage einer Kapitalerhöhung stellt sich derzeit nicht." Denn: Die Bank verfüge über ausreichend Liquidität und habe weitaus weniger Risiken in der Bilanz als noch vor ein paar Jahren. Insgesamt sei die Situation bei der Deutschen Bank besser als von außen wahrgenommen, so Cryan weiter. Alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfülle der Konzern.

Aktie auf Allzeittief

Cryans Versuch, die Lage der Deutschen Bank schön zu reden, ist wenig überzeugend. Fakt ist, dass das Geldhaus in der größten Krise seiner Geschichte steckt. Cryan muss jetzt schnell den Hypothekenstreit in den USA beenden, um zumindest vorerst die Diskussionen um die Deutsche Bank zu entschärfen. Heute wird sich zeigen, ob die Aktie zu einer Gegenbewegung Richtung 11,00 Euro ansetzt oder es einstellige Kurse gibt. Anleger meiden die Papiere weiterhin


 

Wer braucht noch Banken?
 

Autor: Beck, Prof. Dr. Ralf
ISBN: 9783864702907
Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 11.09.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Intelligente Start-ups krempeln unser tägliches Leben in immer mehr Bereichen um. Das gilt auch für den Bankensektor. In seinem neuen Buch untersucht Prof. Ralf Beck die Fintech-Branche und stellt fest: Mit ihrer Hilfe können wir uns weitgehend unabhängig von Banken machen! Fast alle Dienstleistungen, die Banken traditionell anbieten, bekomme ich als Kunde mittlerweile auch von anderen Anbietern – und oftmals schneller, besser und billiger. Der Autor wirft einen genauen Blick auf die aktuellsten Entwicklungen. Er zeigt, was die Bankkonkurrenten leisten und wie sich Privatpersonen, Unternehmer und Unternehmen aus dem Klammergriff der Banken befreien können.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Zahltag für die „Schuldigen“

Für die Deutsche Bank geht es wieder aufwärts, nachdem der Konzern in den beiden vergangenen Jahren die Anleger mit Milliardenverlusten schockte. Die Aktionäre wurden über die vierte Kapitalerhöhung in zehn Jahren zur Kasse gebeten. Viele wollen jetzt Verzicht auch von Jenen sehen, die ihrer … mehr