Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Befreiungsschlag oder Untergang

Noch vor Weihnachten könnte die Deutsche Bank eine Einigung mit den USA im Hypothekenstreit erzielen. Das berichtet Reuters und verweist auf Insider. Ab Mittwoch sei mit einem Ergebnis zu rechnen. Zudem solle die Strafe deutlich unter der Anfangsforderung von 14 Milliarden Dollar liegen. Da die Bank nach Schätzungen nur 2,5 bis drei Milliarden Euro für die Geldbuße zurückgelegt hat, ist CEO John Cryan auf eine niedrige Strafe angewiesen.

Kapitalerhöhung nicht eingepreist

Neben dem Verkauf von Firmenteilen wie der Postbank oder der Deutschen-Asset-Management wäre immer noch eine Kapitalerhöhung denkbar, sollten die Mittel nicht ausreichen. Die Analysten der Citigroup sehen im aktuellen Kurs aber nicht eingepreist, dass die Deutsche Bank womöglich neues Kapital einsammeln muss. Sie erhöhen zwar ihr Kursziel von 15,00 auf 17,00 Euro, gleichzeitig stufen sie die Aktie aber von „Neutral“ auf „Sell“ ab.

Analyst Andrew Coombs sieht bei dem Konzern zudem eine Kapitallücke von 1,4 bis 6,3 Milliarden Euro, die geschlossen werden müsse. Im Gegensatz zur Konkurrenz profitiere die Bank auch weniger vom steigenden Dollar. Der Analyst hält eine Kapitalerhöhung für unvermeidbar.

Nur für Trader

Kommt es bei der Deutschen Bank noch vor Weihnachten zu einer Einigung mit den USA, geht das Management mit einer Sorge weniger ins neue Jahr. Kritisch könnte es allerdings werden, wenn die Strafe deutlich über den Rückstellungen von 2,5 bis drei Milliarden Euro liegt. Eine Kapitalerhöhung ist dann nicht auszuschließen. Deshalb sollten nur Trader derzeit bei der Aktie investieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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