Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Aufsichtsrat will Breuer-Geld zurückholen

Die Deutsche Bank will einem Medienbericht zufolge ihren früheren Chef Rolf Breuer für Millionen-Kosten aus einem Rechtsstreit mit Erben des Medienunternehmers Leo Kirch in Regress nehmen. Wie Die Welt (Samstag) schreibt, habe das Gremium dies in dieser Woche "formal beschlossen". Die Aktie hat indes ein neues 2-Jahres-Tief markiert.

Es geht um 925 Millionen Euro

Ein Sprecher der Deutschen Bank äußerte sich nicht zu dem Bericht. Entscheidungen des Aufsichtsrats würden grundsätzlich nicht kommentiert, sagte er der dpa. Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns angezweifelt, kurz darauf meldete die Kirch-Gruppe Insolvenz an. Es folgte ein langer Rechtsstreit, der erst im vergangenen Februar mit einem Vergleich beigelegt wurde. Die Bank muss 925 Millionen Euro zahlen.

Wie viel Geld von Breuer zurückgeholt werden könne, solle nach dem Willen des Aufsichtsrats geprüft werden, schreibt die Zeitung weiter. Außerdem müsse geklärt werden, in welchem Umfang Breuers Manager-Haftpflichtversicherung einspringe.

Aktie vor Verkaufssignal

Die Aktie der Deutschen Bank ist am Freitag mit 25 Euro auf ein neues 2-Jahres-Tief gefallen. Sollte der Abwärtstrend hier nicht stoppen, wartet bei 22,11 Euro die nächste Unterstützung. Das 5-Jahres-Tief resultiert vom September 2011 und liegt bei 20,80 Euro.

DAX; Chart;

Schwieriges Marktumfeld

DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert der Aktie zwar deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Das Umfeld für Aktien, speziell Bank-Aktien, ist jedoch sehr herausfordernd. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Deutsche Bank noch weiter an Boden verliert. Auf lange Sicht aber sollte sich ein Investment auszahlen.

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