Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Alles auf Anfang?

Die erlösende Meldung vom Freitag, dass die Deutsche Bank sich mit dem US-Justizministerium auf eine Strafe von 5,4 Milliarden Dollar geeinigt habe, bleibt unbestätigt. Damit geht der Verhandlungspoker in die nächste Runde. Schlecht für die Deutsche Bank.

Die Deutsche Bank will nach Angaben des Handelsblatt mindestens bis zur amerikanischen Präsidentschaftswahl am 8. November diesen Jahres einen Vergleich mit den US-Behörden erzielen. Nach Insiderkreisen laufen die Verhandlungen derzeit recht ordentlich, eine Einigung sei aber noch nicht erzielt. Während für die Deutsche Bank die Zeit drängt, könnte die amerikanische Politik ganz andere Pläne haben

Kommt ein Sammelvergleich?

Aus Finanzkreisen heißt es, dass auch ein Sammelvergleich mit anderen Banken möglich sei. Im Visier der Behörden sind hier Barclays und die Credit Suisse. Die amerikanische Politik könnte damit kurz vor der Wahl ein klares Signal an die Wähler senden, dass gegen Banken hart durchgegriffen wird. Für die Deutsche Bank wäre ein Verfahren, dass sich noch länger hinzieht, dagegen ein Problem.

Image beschädigt

Das Image der Deutschen Bank ist schon länger beschädigt. Erzielt CEO John Cryan nicht bald eine Einigung mit den USA, bekommt auch das Vertrauen in das Geldhaus ernsthafte Schäden. Anleger meiden wegen der anhaltenden Unsicherheit auch weiterhin die Titel der Deutschen Bank.

 


 

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Erscheinungsdatum: 20.07.2016
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