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Deutsche Bank-Aktie: Rückzug geht weiter – Druck wächst

Die Aktie der Deutschen Bank notiert trotz Erholung im laufenden Jahr nach wie vor nahe ihres Allzeittiefs. Zuletzt wurde berichtet, Großaktionäre würden zunehmend Druck auf das Management um CEO Christian Sewing ausüben. Die Bank dementierte. Ein wichtiger Aktionär befindet sich jetzt auf dem Rückzug, verkauft trotz des niedrigen Kurses im großen Stil Deutsche Bank-Aktien. Und macht damit dennoch einen besseren Schnitt als Kleinaktionäre.

Der Einstieg des chinesischen Mischkonzerns HNA bei der Deutschen Bank wurde einst als starkes Signal gewertet. Jetzt befinden sich die Chinesen auf dem Rückzug. Bereits vor einem Jahr stießen sie einen Teil ihrer Beteiligung ab. Im April 2018 veräußerten sie weitere Aktien. Jetzt geht es weiter. 

Durch die Ausübung von Optionen zum Verkauf von 26,8 Millionen Aktien für insgesamt 363,4 Millionen Euro fiel der Anteil der Beteiligung auf 6,3 Prozent, wie aus einer Mitteilung an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC von Freitagabend (MEZ) hervorgeht. Der Veräußerungspreis lag wegen der Absicherung gegen fallende Kurse der Deutsche-Bank-Aktien zwischen 11,45 und 16,70 Euro. Am Freitag hatten die Papiere im Xetra-Hauptgeschäft bei 7,752 Euro geschlossen.

Der Vorgang ist für Experten allerdings keine Überraschung. Kreisen zufolge will HNA alle seine Deutsche-Bank-Aktien abstoßen. Der Grund sei Druck der chinesischen Regierung, derzufolge sich das Unternehmen auf das Geschäft mit der Luftfahrt konzentrieren soll. Bereits im April 2018 hatte HNA die Beteiligung an Deutschlands größtem Geldhaus auf weniger als 8 Prozent reduziert. Zuletzt lag er laut aktuellen Angaben der Deutschen Bank noch bei rund 7,6 Prozent. 

HNA war Anfang 2017 zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen, vor dem Vermögensverwalter Blackrock und dem Emirat Katar. Die Chinesen hatten in den vergangenen Jahren im großen Stil Firmen und Immobilien zugekauft. Der dabei angehäufte Schuldenberg entpuppt sich nun als immer größeres Problem. Der Konzern arbeitet derzeit daran, die Geldnöte über milliardenschwere Immobilien- und Anteilsverkäufe zu lindern.

Mit Material von dpa-AFX

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