Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank - nächste Attacke auf die Aktie!

Die neue Strategie der Deutschen Bank kommt an der Börse nicht gut an. Seit Bekanntgabe der Neuausrichtung hat das Papier etwa zehn Prozent verloren. Am Mittwoch äußert sich auch die Berenberg Bank negativ zu diesem Thema. Ein wichtiger Unterstützungsbereich ist in Gefahr.

Weiter Kapitalbedarf

Die Privatbank Berenberg hat die Deutsche Bank nach den jüngsten Meldungen von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 26 auf 25 Euro gesenkt. Analyst James Chappell zeigte sich in einer Studie vom Mittwoch enttäuscht. Er habe auf radikalere Schritte des
Geldinstituts gehofft, welches so bestenfalls eine Eigenkapitalrendite im mittleren einstelligen Prozentbereich schaffen könne. Zudem hätten die Frankfurter weiter eine Kapitallücke von fünf Milliarden Euro. Chappell senkte seine Gewinnschätzungen.

Aktie unter Druck

Das Chartbild der Deutschen Bank hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Seit Bekanntgabe der neuen Strategie wurde zum einen die 55-Tage-Linie, zum anderen die psychologisch wichtige 30-Euro-Marke durchbrochen. Am Dienstag schloss die Aktie gerade noch um Haaresbreite über der Unterstützung bei 29 Euro.

Deutsche Bank; Chart;

Sollte dieses Niveau nicht halten, wartet bei 28,30 Euro, dem Zwischenhoch von September 2014, die nächste Auffanglinie. Wird auch diese Marke unterschritten, droht ein Fall auf die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 27 Euro verläuft.

Angezählt!

Die Deutsche Bank ist ohne Zweifel charttechnisch angeschlagen. Angesichts der zwei langen schwarzen Kerzen sind weitere Rücksetzer nicht ausgeschlossen. Eine neue Einschätzung zur Deutschen Bank lesen Sie im nächsten AKTIONÄR, den Sie ab Donnerstagabend 22 Uhr hier herunterladen können.

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  • Gerdwin Fiebiger -
    Ausgerechnet die Berenberg Bank bewertet die Deutsche Bank. Wo bitte waren denn die Obergurus während der Finanzkrise. Keiner hat sich aus der deckung heraus getraut. Aber jetzt die großen schlauen Bewertungen abgeben. Charttechniker sind wie die Gläubigen in der Kirche. Sie erwarten zum Schluß auch immer den Segen und das Amen. Nur an der Börse kommt halt kein Amen. Da muss man gleich in die Beichte eintreten.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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