BMW
von Florian Westermann - Redakteur

Deutsche Autobauer lassen Konkurrenz im Regen stehen

Für die deutschen Autobauer läuft es wie am Schnürchen. BMW, Daimler und VW haben zuletzt mit starken Zahlen und deutlichen Absatzzuwächsen auf sich aufmerksam gemacht. Ganz anders gestaltet sich das Bild bei der Konkurrenz. So haben Toyota und GM zuletzt wenig überzeugen können.

BMW, Daimler und Volkswagen gehören zu den Vorzeigeunternehmen in der Automobilbranche. Um das zu erkennen, genügt ein Blick auf die jüngsten Quartalszahlen.

So hat BMW das bislang beste dritte Quartal in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet und ist verheißungsvoll in das vierte Quartal gestartet. Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat im dritten Quartal zwar unter dem Strich weniger verdient, operativ aber durchaus überzeugt. Und auch die Absatzzahlen für Oktober stimmen optimistisch. Auch bei Europas größtem Autobauer VW laufen die Bänder auf Hochtouren. Der Konzern hat im Oktober deutlich mehr Autos verkauft und zuletzt ebenfalls starke Quartalszahlen präsentiert.

Und die Konkurrenz?

Von solch einem positiven Newsflow können die Konkurrenten General Motors (GM) und Toyota derzeit nur träumen.

General Motors

Wie der amerikanische Autoriese GM am Mittwoch bekannt gab, stieg der Absatz im dritten Quartal um sechs Prozent auf 2,2 Millionen Autos. Trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 36,7 Milliarden Dollar ist der Gewinn wegen des schwachen Europa-Geschäfts um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zurückgegangen. Damit haben die Detroiter zwar die Prognosen der Analysten übertroffen. Allerdings hat GM die Anleger mit einem enttäuschenden Ausblick verschreckt. So wurde das Ziel einkassiert, dieses Jahr in Europa auf bereinigter operativer Basis die Verlustzone hinter sich zu lassen. Die GM-Aktie brach daraufhin gestern in New York um über zehn Prozent ein.

Toyota

Auch die Aktionäre des japanischen Autobauers Toyota mussten zuletzt einigen Ärger schlucken. So sank der Umsatz der Japaner im zweiten Geschäftsquartal per Ende September um fünf Prozent auf 4,57 Billionen Yen (rund 43 Milliarden Euro). Der Nettogewinn fiel um knapp 19 Prozent auf 80 Milliarden Yen (rund 760 Millionen Euro). Der Absatz verringerte sich dabei um fünf Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge. Nach der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März hat der Konzern inzwischen mit dem starken Yen und der Flutkatastrophe in Thailand zu kämpfen. Da die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Thailand noch unklar seien, hat Toyota auch gleich die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr ausgesetzt. Im August hatten die Japaner noch Erlöse von 19 Billionen Yen sowie einen Gewinn von 500 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.

VW trumpft auf   

Zum Vergleich: VW hat seinen Absatz im dritten Quartal um 14 Prozent auf gut zwei Millionen Fahrzeuge und die Erlöse um ein Viertel auf 38,5 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis erreichte 2,9 Milliarden Euro (plus 46 Prozent) und der Nettogewinn 7,0 Milliarden Euro (plus 234 Prozent).

Des einen Leid, des anderen Freud. Kaum ein anderes Sprichwort trifft hier besser zu. Während die ausländische Konkurrenz an allen Fronten mit Problemen kämpft, eilen die deutschen Autobauer von Rekord zu Rekord. Dennoch sind die Aktien von BMW, Daimler und VW mit einem 2012er-KGV zwischen 7 und 8 günstig bewertet. Die Toyota-Aktie bringt es dagegen auf ein KGV von 12.

Starkes Trio

BMW befindet sich auf bestem Kurs, 2011 so viele Autos abzusetzen wie noch nie in der Firmengeschichte. Das nächste Ziel für die BMW-Aktie liegt vorerst bei 65 Euro. Kurzfristig entscheidend ist allerdings, dass der Titel den Bereich zwischen 57 und 58 Euro verteidigt. Andernfalls droht ein Rücksetzer bis auf 50 Euro.

Bei Daimler sorgt die üppige Dividendenrendite von knapp sechs Prozent für Fantasie. Für spekulative Naturen ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau mit Stopp bei 30 Euro interessant.

Sollte der Gesamtmarkt nicht wieder komplett nach unten drehen, dürften auch die VW-Titel zu alter Stärke zurückfinden. Im Bereich von 120 Euro sichert eine Unterstützung.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

| Werner Sperber | 0 Kommentare

BMW hat die Nase vorn; Börsenwelt Presseschau I

Die Experten von Focus Money verweisen auf die Erfolge der Stammaktie der Bayerischen Motoren Werke im Vergleich zu derjenigen von Daimler. Während die Notierung von Daimler im Vergleich zum Jahr 2000 noch immer neun Prozent im Minus ist, hat sich der Kurs von BMW mehr als verdreifacht. Jüngst … mehr
| Stefan Sommer | 0 Kommentare

BMW schraubt i3-Produktion hoch

Die Markteinführung des BMW i3 in den USA steht kurz bevor. Das Land entwickelt sich zum Vorreiter der Elektromobilität. In Erwartung eines kräftigen Nachfrageschubs fahren die Münchner die Produktion des neuen Elektroautos hoch. mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

BMW-Aktie: Deutsche Bank sagt kaufen

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für BMW auf "Buy" mit einem Kursziel von 103 Euro belassen. Die Autobranche dürfte dank einer besseren Dynamik in Europa einen soliden Start ins Jahr hingelegt haben, schrieb Analyst Jochen Gehrke. Vor allem die Preisentwicklung sei im Auge zu behalten. So habe … mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

BMW verdient prächtig: Aktie bleibt aussichtsreich

Nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen fahren die deutschen Premium-Hersteller weiter auf der Überholspur. BMW verdiente im vergangenen Jahr pro verkauftem Auto 3390 Euro, Audi 3188 Euro und Mercedes-Smart 2558 Euro. Reithofer und sein Team fahren also … mehr
Diskutieren Sie mit:
Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
Das DAF Deutsches Anleger Fernsehen ist über ASTRA digital sowie über verschiedene Kabelnetze frei zu empfangen. Darüber hinaus ist das Programm über das eigene Online-Portal www.daf.fm zu sehen, sowie über das IPTV-Netz (Entertain) der Dt. Telekom. In der kostenfreien Mediathek stehen sämtliche Beiträge und Interviews - mittlerweile über 35.000 Videos zu mehr als 3.000 Einzelwerten - zur Verfügung.