BIOENVISION INC. DL-,001
- DER AKTIONÄR

Der Übernahmekick

Übernahmen waren im vergangenen Jahr das „Salz in der Biotech-Suppe“. Anleger, die dabei auf das richtige Übernahmeziel setzten, konnten satte Gewinne einfahren – und das in einem Marktumfeld, das sich für Biotech-Aktien im Allgemeinen eher unfreundlich darstellte. Wer zum Beispiel Ende Oktober Aktien der kleinen Firma Sirna Therapeutics im Depot hatte, konnte sich schon Anfang November über einen Gewinn jenseits der 100 Prozent freuen.

Der Aktienkurs von Bioenvision ist im Keller. Doch das könnte sich bald ändern. Gerüchten zufolge will ein Konkurrent einen abenteuerlichen Übernahmepreis zahlen.

Übernahmen waren im vergangenen Jahr das „Salz in der Biotech-Suppe“. Anleger, die dabei auf das richtige Übernahmeziel setzten, konnten satte Gewinne einfahren – und das in einem Marktumfeld, das sich für Biotech-Aktien im Allgemeinen eher unfreundlich darstellte. Wer zum Beispiel Ende Oktober Aktien der kleinen Firma Sirna Therapeutics im Depot hatte, konnte sich schon Anfang November über einen Gewinn jenseits der 100 Prozent freuen. Dem Pharmakonzern Merck war die Übernahme des RNAi-Spezialisten mehr als 1,1 Milliarden Dollar wert.

Übernahme ante portas?

Glaubt man den Spekulationen, die derzeit hinter vorgehaltener Hand im US-Markt kursieren, könnten sich die Aktionäre der US-Biotech-Firma Bioenvision demnächst sogar über eine noch höhere Rendite freuen. Denn dem Vernehmen nach ist ein größerer Konkurrent an einer Übernahme von Bioenvision interessiert und dabei bereit, bis zu 15 Dollar je Aktie zu zahlen. Vom aktuellen Niveau – die Bioenvision-Aktie dümpelt nach einer Talfahrt gerade einmal im Bereich von vier Dollar – entspräche dies einem abenteuerlichen Kurspotenzial von gut 270 Prozent. Ein möglicher Aufkäufer ist das Biotech Schwergewicht Genzyme. Die Gründe liegen auf der Hand: Genzyme hält die Rechte am von Bioenvision entwickelten Leukämiemittel Evoltra und muss vereinbarungsgemäß Umsatz- und Gewinnbeteiligungen an Bioenvision abführen. Die Zahlungen fallen bis jetzt moderat aus, denn aktuell ist Evoltra lediglich für die Behandlung von Kindern und Heranwachsenden bis 21 Jahre zugelassen. Doch aktuell laufen in Europa Studien, die belegen sollen, dass sich das Präparat auch zur Therapie erwachsener Patienten eignet. Damit würde sich das Marktpotenzial von Evoltra deutlich erhöhen. Die Ergebnisse der Studien werden bis Ende des Jahres erwartet. Darüber hinaus wird das Präparat derzeit auch noch auf seine Eignung bei weiteren Krebsarten getestet. Obendrauf gäbe es noch das Brustkrebsmittel Modrenal, das in Großbritannien bereits verkauft wird, und die potenzielle Hepatitis-C-Arznei Suvus, verschiedene Technologieplattformen zum Beispiel zur Herstellung von Biomaterialien sowie rund 30 Millionen Dollar Cash, die Bioenvision für das Ende des ersten Halbjahres auswies, das bei dem Unternehmen am 31. Dezember 2006 endete.

Für Spekulanten

„Spekulationen machen Kurse“, lautet eine alte Börsenweisheit. Die könnte sich auch bei der Aktie von Bioenvision bewahrheiten. Risikofreudige Anleger setzen auf ein baldiges Übernahmeangebot für Bioenvision und legen sich einige Stücke als Beimischung ins Depot. Kursziel: 6,00 Euro. Stopp: 2,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 12/2007.

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