BK MANDIRI RP 500
- DER AKTIONÄR

Der Tanz geht weiter

Neben den Aktienmärkten Chinas, Indiens, Südkoreas und anderer asiatischer Boomländer rückt die Börse Indonesiens immer mehr in den Blickpunkt. Schon die Rubrik Börsenwetter zeigt, dass die Aufmerksamkeit sich lohnt: Indonesiens Leitindex Jakarta Composite hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent gewonnen und ist seit langen Wochen Stammgast unter den besten Börsen der Welt.

Indonesien stößt in die vorderste Reihe der Aufsteiger Asiens vor – und bietet jede Menge Investmentchancen.

Neben den Aktienmärkten Chinas, Indiens, Südkoreas und anderer asiatischer Boomländer rückt die Börse Indonesiens immer mehr in den Blickpunkt. Schon die Rubrik Börsenwetter zeigt, dass die Aufmerksamkeit sich lohnt: Indonesiens Leitindex Jakarta Composite hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent gewonnen und ist seit langen Wochen Stammgast unter den besten Börsen der Welt.

Der Rahmen passt

Vieles spricht dafür, dass diese Entwicklung weitergeht. Der größte Inselstaat der Welt legt ansehnliche Wachstumsraten hin – und hat etwa im vergangenen Jahr die Prognosen deutlich übertroffen. Für dieses Jahr rechnen Volkswirte mit einem weiteren Sprung und sehen für 2008 noch bessere Vorzeichen für saftige Zuwachsraten. So dürfte etwa die Inflationsrate weiterhin tendenziell sinken und damit die Investitionen der Unternehmen und die Kaufkraft der Menschen stärken. Insgesamt sieht Planungsminister Paskah Suzetta die Wirtschaft auf einem guten Weg, bald wieder das stärkste Wachstum seit 1996 zu erreichen, das bei 7,8 Prozent lag.

Von diesen Rahmenbedingungen profitiert zum Beispiel der Finanzsektor. Ein aussichtsreiches Investment ist die Bank Mandiri, eine der größten Banken des Landes. Die steigende Kreditnachfrage lässt die Kassen klingeln – und die nähere Zukunft glänzend erscheinen. Besonders gefragt bei Privatleuten sind etwa Kredite für das Haus, das Auto und das Motorrad. Für 2007 erwarten Analysten eine Verdopplung des Nettogewinnplus gegenüber dem Vorjahr auf umgerechnet 409 Millionen Euro. Und für die kommenden zwei Jahre stellen die Fachleute Steigerungen beim Nettogewinn von jeweils immerhin 19 Prozent pro Jahr in Aussicht. Dazu kommt eine im Konkurrenzvergleich mit die günstigste Bewertung der Aktie mit einem aktuellen Kurs-Gewinn- Verhältnis für 2008 von 13.

Top-Chancen mit Langfrist-Thema

Hohe Gewinnchancen birgt auch der Energiesektor, insbesondere auf längere Sicht. Ein spekulatives Investment ist der Anbieter und Betreiber von Gaspipelines Perusahaan Gas Negara, der Platzhirsch der Branche. Indonesiens Regierung will dem hohen Ölpreis unter anderem mit dem Ausbau der Erdgasnutzung begegnen – was Perusahaan Gas als größtem Gasverteiler zu einem der Hauptprofitieure machen dürfte. Ein Risikofaktor sind Bauverzögerungen. So hat Perusahaan Gas jüngst die Kapazitätsprognosen für 2007 und 2008 verringert, da zwei wichtige Pipelineprojekte voraussichtlich mehrere Monate später fertig werden als geplant. Trotz der reduzierten Erwartungen sieht das Gesamtbild vielversprechend aus: Analysten rechnen für 2008 gegenüber dem laufenden Jahr mit einem Zuwachs des Nettogewinns von 77 Prozent auf 250 Millionen Euro. 2009 könnte der Leitungsspezialist nach Einschätzung der Fachleute den Nettogewinn um 65 Prozent nochmals kräftig steigern.

Mittanzen lohnt sich

Indonesien bietet zahlreiche Investmentchancen, wie etwa die Liste der früheren AKTIONÄRS-Empfehlungen zeigt. Auch bei der Bank Mandiri und bei Perusahaan Gas Negara können Anleger zugreifen. Die Bank-Aktie ist für konservativ orientierte Anleger geeignet, das Gas-Papier für spekulative.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2007.

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