ONYX PHARMACEUT.
- DER AKTIONÄR

Der nächste Kurssprung?

Anfang Juni blickt die Gemeinde der Biotech-Anleger nach Chicago. Denn dort findet vom 1. bis 5. Juni das ASCOMeeting statt, die weltweit wichtigste Konferenz der Krebsforscher. Mit ganz besonderer Spannung wird die Präsentation der US-Firma Onyx Pharmaceuticals erwartet. Die hat mit dem deutschen Pharmakonzern Bayer das Medikament Nexavar entwickelt, das in den USA und Europa bereits gegen Nierenkrebs eingesetzt wird.

Die Onyx-Aktie ist in diesem Jahr geradezu explosionsartig in die Höhe geschnellt. Trotzdem steckt noch Potenzial in dem Papier.

Anfang Juni blickt die Gemeinde der Biotech-Anleger nach Chicago. Denn dort findet vom 1. bis 5. Juni das ASCOMeeting statt, die weltweit wichtigste Konferenz der Krebsforscher. Mit ganz besonderer Spannung wird die Präsentation der US-Firma Onyx Pharmaceuticals erwartet. Die hat mit dem deutschen Pharmakonzern Bayer das Medikament Nexavar entwickelt, das in den USA und Europa bereits gegen Nierenkrebs eingesetzt wird. Daten aus zusätzlichen klinischen Studien, die im Rahmen der ASCO-Veranstaltung vorgestellt werden, sollen nun belegen, dass sich das Mittel auch zur Behandlung von Leberkrebs eignet.

Tests vorzeitig beendet

Davon dass die Daten, die Onyx und Partner Bayer präsentieren werden, gut sind, kann getrost ausgegangen werden. Schließlich stoppten die Entwickler im Februar dieses Jahres eine laufende Phase-III-Studie mit Nexavar für die Indikation Leberkrebs vorzeitig. Der primäre Ziel der Tests, nämlich die Lebenszeit der Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs signifikant zu erhöhen, war deutlich vor der angepeilten Zeit erreicht worden. Experten spekulieren nun jedoch darüber, dass die Daten tatsächlich noch besser sind als bisher angenommen. Sind sie so positiv, wie der vorzeitige Testabbruch suggeriert, könnte Nexavar für die Therapie von Leberkrebs – vermutlich nach einem beschleunigten Zulassungsverfahren – bereits 2008 in den Verkaufsregalen stehen. Das Marktpotenzial des Medikamentes, das derzeit auch noch auf seine Eignung für die Behandlung von Melanomen und nichtkleinzelligem Lungenkrebs geprüft wird, könnte sich so signifikant erhöhen.

Gewinne ab 2009?

Ein derartiges Szenario vorausgesetzt, könnte Onyx auch die ambitionierten Prognosen der Analysten einhalten. Nachdem die Biotech-Firma für das erste Quartal des laufenden Jahres bereits einen Verlust von 0,26 Dollar je Aktie ausgewiesen hat, gehen die Experten für das Gesamtjahr von einem Minus in Höhe von 1,29 Dollar je Anteilschein aus.Schon im kommenden Jahr sollen sich dann die Verluste auf 0,40 Dollar je Aktie deutlich reduzieren. Ab 2009 dürfte Onyx nach Analystenmeinung schwarze Zahlen schreiben. Unter dem Strich soll dann bereits ein Plus von 0,94 Dollar je Anteilschein stehen.

Nicht ausgereizt

Bereits nach dem vorzeitigen Abbruch der Nexavar-Studie im Februar machte die Onyx-Aktie einen Kurssprung von 100 Prozent. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass das Potenzial des Papiers damit ausgereizt ist. Die Präsentation beim ASCO-Meeting und die Aussicht auf eine erweiterte Zulassung von Nexavar im kommenden Jahr sind Fantasiefaktoren, die im Idealfall für Steigerungen von bis zu 50 Prozent gut sein könnten.

Kursziel bei Onyx: 36,00 Euro. Stopp: 18,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 23/2007.

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