F5 NETWORKS O.N.
- DER AKTIONÄR

Der Langeweile-Faktor

Eine langweilige Firma in einer langweiligen Branche: Nach Börsenlegende Peter Lynch ist das der Stoff, aus dem Kursvervielfacher gemacht sind. Und was könnte langweiliger sein, als ein Netzwerkunternehmen, dessen Technologie dafür sorgt, dass Internet-Router zwar immer genug, aber nie zu viel zu tun haben? Der Kursverlauf der Aktien ist hingegen alles andere als langweilig.

Die Aktien von F5 Networks haben sich in den letzten vier Jahren dreimal im Wert halbiert - und trotzdem verzehnfacht.

Eine langweilige Firma in einer langweiligen Branche: Nach Börsenlegende Peter Lynch ist das der Stoff, aus dem Kursvervielfacher gemacht sind. Und was könnte langweiliger sein, als ein Netzwerkunternehmen, dessen Technologie dafür sorgt, dass Internet-Router zwar immer genug, aber nie zu viel zu tun haben? Der Kursverlauf der Aktien ist hingegen alles andere als langweilig. Tatsächlich gehört F5 Netzworks zu den Top-Performern an der Wall Street in den letzten Jahren. Seit Oktober 2002 hat sich der Wert des Papiers knapp verzehnfacht!

Kerngeschäft brummt

Einfach ausgedrückt, entwickelt F5 Networks Hardware, mit der sich der Datenfluss im Internet optimieren lässt. BIG IP, das Flaggschiff des Unternehmens, verteilt die Inhalte dabei jeweils auf jene Router, die über freie Kapazitäten verfügen. Durch die Lastverteilung wird die kontinuierliche Verfügbarkeit und Performance von Internet-Anwendungen garantiert. Die Geschäfte für F5 laufen bestens: Im jetzt bekannt gegebenen dritten Quartal betrug der Umsatz 111,7 Millionen Dollar und lag damit um zwölf Prozent über dem Wert des zweiten Quartals und um 39 Prozent über dem Vorjahreswert. Starke Wachstumsimpulse kamen aus der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Asien), wo F5 den Absatz im Jahresvergleich um die Hälfte erhöhen konnte. Die Steigerungsraten sind umso imposanter, wenn man berücksichtigt, dass das Unternehmen im direkten Wettbewerb mit Cisco Systems oder Nortel Networks steht.

Aggressiv bewertet

Die Geschäftszahlen und der gute Ausblick haben zu einem Ansturm auf die Aktien geführt und den Preis um mehr als zehn Prozent in die Höhe getrieben. Mit einem 07er-KGV von 28 scheinen die Titel aggressiv bewertet, zumal der Konzern wegen einer laufenden Überprüfung seiner Bilanzen noch keine Ertragszahlen gemeldet hat. Allerdings muss man F5 Networks die extrem hohe Wachstumsdynamik zugute halten, die das Management nun schon seit einigen Jahren aufrechterhält. Durch den Zukauf neuer Technologien wie TrafficShield und WebAccelerator hat Firmenchef John McAdam zudem die Weichen für das zukünftige Wachstum gestellt.

Nichts für schwache Nerven

Die Aktien sind zweifellos teuer und entsprechend volatil – das waren sie aber schon immer. Trotzdem ließ sich das Kapital damit in den letzten Jahren verzehnfachen. Risikobereite Anleger setzen auf eine Fortsetzung des Trends, legen sich eine Position zu – und schnallen sich gut an.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 45/2006.

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