OPERA SOFTWARE AS...
- DER AKTIONÄR

Der Knaller aus Norwegen

Das norwegische Unternehmen Opera ist auf dem Weg vom technologischen Nischenanbieter zum Weltkonzern. Das dürfte den Kurs der Aktie weiter beflügeln. Die Skandinavier sind bekannt für ihre führende Rolle im Bereich Mobilfunk.

Das norwegische Unternehmen Opera ist auf dem Weg vom technologischen Nischenanbieter zum Weltkonzern. Das dürfte den Kurs der Aktie weiter beflügeln.

Die Skandinavier sind nicht nur bekannt für leckeren Lachs und völlig überteuerte Alkoholpreise, sondern auch für ihre weltweit führende Rolle im Bereich Mobilfunk. Aber während fast jeder die beiden Weltkonzerne Nokia aus Finnland und Ericsson aus Schweden kennt, ist das norwegische Unternehmen Opera wohl nur Kennern der Branche ein Begriff – oder aber Lesern des Aktionärs. Im März wurde die Aktie des Software- Verkäufers für Mobiltelefone vorgestellt. Es wurde geraten, auf niedrigere Einstiegskurse zu warten. Im Zuge der jüngsten Korrektur wurden diese mittlerweile erreicht.

Verdoppler

Während die Aktie von Opera nun günstiger zu haben ist, hat sich die Situation des Unternehmens in den letzten Wochen erneut deutlich verbessert. Praktisch im Wochenrhythmus meldet Opera neue Lizenznehmer seiner Zugangs-Software für das mobile Internet. Fast alle führenden Hersteller setzen mittlerweile auf die Internet-Browser der Norweger. Im letzten Jahr wurden insgesamt 17 Millionen Handys mit dem Opera-Browser verkauft – fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Für dieses Jahr strebt das Unternehmen eine erneute Verdopplung der Absatzzahlen an.

Ebay von überall

Die Wachstumsmöglichkeiten von Opera sind nahezu unbegrenzt. So ging Opera im April eine Kooperation mit einem der führenden Anbieter von Internet-Telefonie in Japan ein. Über den Opera-Browser sollen zukünftig Telefongespräche vom Handy kostengünstig ins Internet umgeleitet werden. Gerade erst vor wenigen Tagen meldete Opera eine Zusammenarbeit mit Ebay. Es wird eine spezielle Software entwickelt, mit der Ebay-Nutzer per Handy an Auktionen teilnehmen können. Und Opera verdient an jeder Auktion mit. Das erste Pilot-Projekt von Opera und Ebay ist übrigens für den deutschen Markt geplant. Neben den vielen guten Nachrichten legte Opera zuletzt sehr gute Zahlen für das erste Quartal 2006 vor. Die Analysten haben daraufhin ihre Gewinnschätzungen erneut nach oben angepasst. Auf Basis der Schätzungen für 2007 ist Opera nunmehr mit einem KGV von 37 in Anbetracht der hohen Wachstumsraten auch nicht mehr zu hoch bewertet.

Hervorragende Kaufgelegenheit

Der Siegeszug des mobilen Internets ist nicht mehr aufzuhalten – der von Opera wohl auch nicht. Der kurzfristige Rücksetzer des Aktienkurses bietet eine hervorragende Kaufgelegenheit.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Martin Weiß | 0 Kommentare

Opera Software: Aktie liefert knackiges Kaufsignal

Ein Mini-Downgrade von Goldman Sachs im August hat die Kursrallye bei Opera Software gründlich abgewürgt. Jetzt meldet sich das Papier des wachstumsstarken Softwareentwicklers eindrucksvoll zurück: Am Montag gewinnt die Aktie mehr als sieben Prozent an Wert. Setzt sich der Aufschwung fort? mehr