Dr. Hönle
- Werner Sperber - Redakteur

Der CSI 300 sowie Centrotherm Photovoltaics und C.A.T. Oil im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Aktionärsbrief setzt auf die Trendwende in der Volksrepublik China mit einem Derivat auf den Index CSI 300. Aktien-Strategie beschäftigt sich mit Centrotherm Photovoltaics und C.A.T. Oil. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten des Aktionärsbriefes erklären: Der chinesische Aktienmarkt hat Ende Dezember 2012 die Trendwende nach oben geschafft. Nachdem der Index CSI 300 seit dem Jahresbeginn etwas korrigiert, bietet sich derzeit eine günstige Einstiegsgelegenheit. Anleger sollten deshalb das endlos laufende Zertifikat (WKN AA1 DEW) der Royal Bank of Scotland auf den von der BlackRock-ETF-Tochterfirma iShares begebenen börsennotierten Fonds (Exchange Traded Fund, ETF; WKN A0NA8X / ISIN HK2827039002) auf den W.I.S.E.-CSI-300 kaufen, welcher wiederum den Index CSI 300 abbildet, in dem die 300 größten, sogenannten A-Aktien geführt werden. (Anmerkung der Redaktion: Diese A-Aktien werden an den Börsen Shanghai Stock Exchange oder Shenzhen Stock Exchange in der Landeswährung Chinesische Renminbi gehandelt. Diese Papiere können erst seit dem Jahr 2002 überhaupt von Ausländern gekauft werden und seither auch ausschließlich von institutionellen Anlegern, den sogenannten Qualified Foreign Institutional Investors oder kurz QFII.) Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro gesetzt werden. Als Ausweichmöglichkeit bietet sich auch ein Engagement im ETF (WKN A0F 5BW) von Lyxor Asset Management, Exchange Traded Funds auf den Index China Enterprise (HSCEI) an. Hier sollte der Stop-Loss bei 103,65 Euro platziert werden.

Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 500 Anteile von Grammer zu 17,20 Euro eingebucht. Nun möchten sie noch 900 Aktien der Helma Eigenheimbau zu höchstens zwölf Euro aufnehmen.

Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot möchten mit 90 Titeln eine Anfangsposition bei SAP eingehen.


Aktien-Strategie: Bei Centrotherm und C.A.T. Oil erstmal kritisch bleiben  

Die Gläubiger von Centrotherm Photovoltaics sollen am 29. Januar dem Insolvenzplan zustimmen. Dann könnte die Sanierung des Konzerns abgeschlossen werden. Diesem Plan zufolge soll zunächst ein Kapitalschnitt im Verhältnis 1:5 (eine neue Aktie für fünf alte) erfolgen. Danach tauschen die Gläubiger 70 Prozent ihrer Forderungen gegen ganz neue Aktien, womit die ursprüngliche Aktienanzahl von 21,16 Millionen wieder erreicht würde. Der Vorstand hofft, das Unternehmen damit wieder finanziell solide aufzustellen und ab dem Jahr 2014 wieder einen Gewinn zu erwirtschaften. Den Prognosen des Managements zufolge beliefe sich das KGV dann auf etwa 8. Da Centrotherm seit mehreren Quartalen keine Berichte mehr vorgelegt hat, ist eine Einschätzung sehr schwierig. Zudem soll die Sparte Halbleiter als zweites Standbein neben dem Solar-Geschäft aufgebaut werden. Die Experten von Aktien-Strategie erklären: Allerdings gilt Centrotherm als technologisch führend, so dass die Ziele des Vorstands durchaus erreicht werden können -  wenn sich das Marktumfeld verbessert. Insofern kommt die Aktie mittelfristig durchaus wieder als Investment in Frage. Die Erfahrung zeigt aber, dass Altaktionäre bei Kapitalschnitten fast immer hohe Verluste hinnehmen müssen. Zudem könnten die Gläubiger den Insolvenzplan auch ablehnen, was die Existenz des Konzerns bedrohen würde. Vorerst sollten Anleger deshalb die Finger von dem Papier lassen.

Die Experten von Aktien-Strategie verweisen auf die beiden Aufträge, welche C.A.T. Oil jüngst erhalten hat. Die Verträge laufen jeweils über drei Jahre und das Gesamtvolumen der Bestellungen beträgt 190 Millionen Euro. Die lange Laufzeit ist ein Zeichen für die besondere Zuverlässigkeit des Ölfeld-Dienstleistungsunternehmens, denn in der Branche sind lediglich Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr üblich. Offenbar läuft die Vermarktung des stark aufgestockten Bestandes an Bohrausrüstungen blendend. Das wiederum spricht für weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Kurzfristig ist der Aktienkurs allerdings überhitzt! Das Kursziel wird dennoch auf 8,50 Euro angehoben. Der Stoppkurs sollte bei 6,14 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Im Musterportfolio sind die 2.000 Anteile von China Speciality Glass mit einem Verlust von 13 Prozent zu 2,40 Euro ausgestoppt worden. Zudem haben die Verantwortlichen ihre 300 Aktien der Schaltbau Holding mit einem Gewinn von 28 Prozent zu 33,77 Euro ausgebucht. Nun möchten sie 600 Titel der Dr. Hönle AG zu höchstens 13,24 Euro einbuchen.

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