- DER AKTIONÄR

Der Börsenindikator Deutschland

Seit 1996 berichtet DER AKTIONÄR regelmäßig über den Börsenindikator. Mit diesem konnte man in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt eine Performance von 23 Prozent pro Jahr erzielen. In Zusammenarbeit mit dem AKTIONÄR emittiert Merrill Lynch nun ein darauf basierendes Zertifikat.

Seit 1996 berichtet DER AKTIONÄR regelmäßig über den Börsenindikator. In Zusammenarbeit mit dem AKTIONÄR emittiert Merrill Lynch nun ein darauf basierendes Zertifikat.

Unsere Leser konnten in den letzten Jahren mitverfolgen, welche Performance möglich ist, wenn sie die Signale des Börsenindikators strikt befolgen. Mit dem Zertifikat kann der Investor diese Strategie jetzt einfach und steuerlich vergünstigt abbilden. Wir haben das zum Anlass genommen, mit Thomas Gebert, dem Erfinder des Indikators, ein Interview zu führen.

DER AKTIONÄR: Herr Gebert, Merrill Lynch bringt mit Ihrer Zusammenarbeit ein Zertifikat auf den Börsenindikator heraus. Wie ist der Börsenindikator entstanden?

THOMAS GEBERT: Mit der Verbreitung von PCs Anfang der 90er-Jahre wurde es erstmals durchführbar, Börsenstrategien quantitativ zu untersuchen. Dies bot die Möglichkeit auszurechnen, ob eine Strategie, Gewinne an der Börse zu machen, in der Vergangenheit erfolgreich gewesen wäre. Dies ist ja eine sinnvolle Bedingung dafür, diese Strategie in der Zukunft anzuwenden, denn was in der Vergangenheit nicht geklappt hätte, braucht man für die Zukunft gar nicht erst zu probieren. Etwa 100 Strategien habe ich in mehrjähriger Rechenarbeit getestet. Bei der Untersuchung blieben einige wenige Handlungsanweisungen übrig, die das Anlageergebnis verbessert hätten. Als Einflussfaktoren stellten sich vier Größen heraus: der Zins, die Jahreszeit, der Dollarkurs und die Inflationsrate. Hätte man beispielsweise von 1962 bis Anfang 1993 bei jeder ersten Diskontsatzsenkung der Bundesbank die Aktien des DAX gekauft, sie bis zur nächsten Erhöhung liegengelassen, dann verkauft und das Geld liegengelassen bis zur nächsten Senkung des Diskontsatzes und so weiter, hätte sich das Kapital um 390 Prozent vermehrt. Der DAX ist im selben Zeitraum nur 200 Prozent gestiegen. Auch die Beachtung der anderen drei Indikatoren hätte das Anlageergebnis deutlich verbessert. Diese vier Indikatoren habe ich kombiniert zum Börsenindikator.

Wie genau funktioniert der Indikator?

War die letzte Zinsentscheidung der EZB eine Senkung, bekommt der Indikator einen Punkt gutgeschrieben. Ist der Zins zuletzt erhöht worden, gibt es null Punkte. Liegt die Inflationsrate unter dem Wert von vor zwölf Monaten, trägt dies ebenfalls einen Punkt bei. Wenn der Dollar höher notiert als zwölf Monate zuvor, zählt dies auch einen Punkt, andernfalls null Punkte. Schließlich gibt es noch für die für Aktien günstige Jahreszeit, die von November bis April dauert, einen Punkt. Keinen Punkt gibt es dagegen für die Zeit von Mai bis Oktober. Liegt die Summe der Punkte bei drei oder vier, ist das ein Kaufsignal, das so lange in Kraft bleibt, bis ein Verkaufssignal auftritt. Ein Verkaufssignal ist gegeben, wenn die Summe null oder eins ist. Das Verkaufssignal ist wiederum so lange gültig, bis erneut ein Kaufsignal erscheint. Zwei Punkte sind neutral und ändern das aktuelle Signal nicht.

Welche Performance ist mit dem Börsenindikator möglich?

Mit dem Indikator hätte sich von 1962 bis 1993 ein Zuwachs von 790 Prozent erzielen lassen. Dies ist ein wesentlich besseres Ergebnis, als das bloße Halten von Aktien ergeben hätte. Wir begannen Anfang 1996, den Indikator regelmäßig im Aktionär zu veröffentlichen. Seitdem hat er seine Prognosekraft bewiesen. Einige Verkaufsignale bewahrten den Anleger vor schweren Verlusten, zum Beispiel das Signal vom August 1998 vor der Asienkrise, als der DAX 40 Prozent an Wert verlor und auch im April des Jahres 2000 vor der langen Abwärtsbewegung. Insgesamt konnte ein Investor, der sich an die Empfehlungen gehalten hat, von 1996 bis August dieses Jahres 490 Prozent Gewinn erzielen. Der DAX stieg im selben Zeitraum nur 152 Prozent.

Welches Risiko beinhaltet die Indikator-Strategie?

Das maximale Risiko ist das Risiko, dass der DAX selbst beinhaltet.

Auf diesem Indikator beruht nun das neue Merrill Lynch Zertifikat?

Ja, das Zertifikat ist im DAX investiert, wenn der Indikator "Kaufen" signalisiert. Erfolgt ein Verkaufsignal, wird der DAX verkauft und das Geld bis zum nächsten Kaufsignal verzinslich angelegt.

Was ist der Vorteil des Zertifikats gegenüber der eigenen Durchführung der Strategie?

Nun, der Anleger muss sich nicht mehr darum kümmern, jeden Monat die Strategie des Börsenindikators nachzustellen. Außerdem ist es spesengünstiger und beinhaltet einen steuerlichen Vorteil. Wenn er das Zertifikat länger als zwölf Monate hält, sind Gewinne steuerfrei, da das Zertifikat ein Indexzertifikat ist. Ein Kursgewinn innerhalb der Spekulationsfrist – der sich ergeben würde, wenn er einem Verkaufssignal nach einem Kaufsignal innerhalb von zwölf Monaten folgt – wäre hingegen beim Anleger zu versteuern.

Wie kann der Anleger noch mehr Informationen zu diesem Zertifikat erhalten?

Ab dem 2. Oktober auf der Internetseite www.zertifikate.de oder er besucht einfach eins der Seminare auf unserer Roadshow.

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