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Der Beginn einer üppigen Ernte

Die Optikerkette Fielmann blickt auf ein erfolgreiches zweites Quartal 2005 zurück. Dabei profitiert die Nummer Eins in Europa von einer groß angelegten Werbeaktion für seine Brillenversicherung.

Die Optikerkette Fielmann blickt auf ein erfolgreiches zweites Quartal 2005 zurück. Dabei profitiert die Nummer Eins in Europa von einer groß angelegten Werbeaktion für seine Brillenversicherung.

Von Steffen Eidam

Rund 20 Millionen Euro hat sich Fielmann eine Werbeaktion für eine "Nulltarif-Versicherung" kosten lassen. Die Folge: Nach einem Gewinneinbruch um 60 Prozent im ersten Quartal kann der Brillenspezialist die ersten Früchte seiner Ernte einfahren. Die Versicherung garantiert dem Kunden gegen eine Jahresprämie von zehn Euro alle zwei Jahre kostenlos eine neue Brille. Fielmann reagierte damit auf die weitgehende Streichung von Krankenkassenzuschüssen für Brillen. Das Management versprüht für die Zukunft grenzenlosen Optimismus.

Umsatz- und Ergebnissprung

Europas größter Optiker erzielte im zweiten Quartal kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Die Erlöse kletterten demnach im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 189 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn wird voraussichtlich um rund 45 Prozent auf mehr als 24 Millionen Euro steigen. "Damit liegen wir im Plan", erklärte der Filialist. Zudem schloss die Optikerkette im Berichtszeitraum mehr als 800.000 Nulltarifversicherungen ab. Im ersten Quartal hatte sich Fielmann eine groß angelegte Werbeaktion für diese Versicherung 20 Millionen Euro kosten lassen.

Optimistischer Ausblick

Die Optikerkette Fielmann zeigt sich nach kräftigen Ergebnis- und Umsatzzuwächsen im zweiten Quartal auch für das Gesamtjahr 2005 sehr optimistisch. Anlässlich der Hauptversammlung teilte das Unternehmen in Hamburg mit, dass die Erlöse 2005 das Niveau des Vorjahres im prozentual zweistelligen Bereich übertreffen und zu einer "deutlichen Gewinnsteigerung" führen sollten. "Wir sind zuversichtlich, 2005 eine deutliche Gewinnsteigerung zu erwirtschaften, denn auch unsere Niederlassungen im angrenzenden Ausland entwickeln sich positiv", sagte der Vorstandschef und Gründer des Unternehmens, Günther Fielmann.

Analystenliebling Fielmann

Das Anlegermagazin"Nebenwerte Journal" sieht bei der Fielmann-Aktie eine günstige Einstiegschance. Bereits im laufenden Jahr und verstärkt im Jahr 2006 sollen die Erträge wieder stark wachsen. Die Experten erwarten ein KGV von 17 und raten in Anbetracht der Marktstellung, der Perspektiven und der sehr soliden Bilanzrelationen zum Einstieg, zumal höhere Gewinne auch zu höheren Dividenden führen dürften. Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigt ihre Marketperformer-Einstufung für Fielmann nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal. Diese hätten positiv überrascht und die Umsätze sollten im zweiten Quartal die Erwartungen der Landesbank übertreffen. Der Börseninformationsdienst Instock sieht jetzt gute Chancen, dass die Titel ihren langfristigen Aufwärtstrend fortsetzen. In Verbindung mit der Indikatorenanalyse können nun neue Bestände aufgebaut werden.

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