Apple
- Jochen Kauper - Redakteur

DER AKTIONÄR „Schlag-den-Buffett-Depot“: Apple scheitert und plant Großes, Nio mit Comeback-Chance, Tomra mit sensationellem Chart

Das „Schlag-den-Buffett-Depot“ hat in der abgelaufenen Handelswoche aufgrund der guten Performance von Apple und Tomra wieder Boden gutgemacht. Seit Jahresbeginn kommt das Depot auf einen Performance von 10,6 Prozent.

Apple: 200-Tage-Linie voraus
Apple hat den Marktstart seiner Ladematte, mit deren Hilfe es möglich sein sollte, bis zu drei Apple-Geräte gleichzeitig drahtlos aufzuladen, abgesagt. Das sogenannte AirPower wurde bereits 2017 angekündigt. Seit Längerem gab es Berichte, dass der Konzern vermehrt mit technischen Problemen bei der Produktentwicklung zu kämpfen hatte.
Jetzt also das Aus. Dennoch: Apple hat durchaus auch gute News zu bieten. 
Der Tech-Gigant hat mit Michael Schwekutsch einen Spezialisten für elektrische Antriebe an Bord geholt. Zuletzt war Schwekutsch für die Entwicklung von Antrieben und Batteriepacks beim Elektroautobauer Tesla zuständig.
Bis vor kurzem gingen viele Experten davon aus, Apple habe das Car-Projekt eingestampft.
Mit dem Einkauf von Schwekutsch bekommt das Auto-Projekt von Apple wieder neue Nahrung.
Neben der vom AKTIONÄR als durchweg positiv einzuschätzenden Entwicklung hin zum Services-Anbieter bietet das Auto-Projekt  einen potenziellen Kurstreiber für die Aktie. Die Erwartungen an den Zukunftsmarkt selbstfahrende Autos sind riesig. Dennoch: Gut möglich, dass sich Apple in Zukunft ein Stücke dieses lukrativen Kuchens abschneiden wird.
Die Aktie von Apple hat sich zuletzt sehr gut entwickelt. Der nachhaltige Bruch der wichtigen 200-Tage-Linie würde ein neues Kaufsignal bedeuten. Gewinne laufen lassen!

Tomra Systems: Ausbruch!
Die Europäische Union (EU) sagt dem ausuferndem Plastikaufkommen den Kampf an. Für ein Verbot von bestimmten Einwegplastik-Artikeln ab 2021 hat das Gremium vergangene Woche nun auch den Weg frei gemacht. Doch die EU setzt sich weitere Ziele, so soll zudem das Sammeln von Plastikflaschen forciert werden – ideal für den Pfandautomaten-Hersteller Tomra Systems.
Im Rahmen der verabschiedeten Initiative sollen bis 2029 rund 90 Prozent aller Plastik-Flaschen eingesammelt werden. In Deutschland hat Tomra rund 30.000 Pfandautomaten installiert. Andere EU-Länder hängen weit hinterher. Es besteht also Nachholbedarf. Kein Wunder, dass die Orderbücher von Tomra voll sind.
Nicht vergessen sollten Anleger auch das große Potenzial in Indien und China.
Letzten Meldungen zu Folge hat Tomra bereits mit den entsprechenden Regierungsvertretern über die Einführung von Sammelsystemen für Pfandrücknahmesysteme geführt. Sollte es hier zu positiven Abschlüssen kommen, würde Tomra ein neues, gigantisches Potenzial erschließen können.
Die Aktie sieht technisch hervorragend aus. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgereizt. Größere Rücksetzer bleiben Kaufchancen.

Royal Dutch: Langweilig, aber gut!
Wieder einmal hat US-Präsident Donald Trump die OPEC-Staaten dazu aufgefordert, künftig wieder mehr Erdöl zu fördern. Doch anders als in der Vergangenheit hat sein Tweet den Ölpreisen nicht geschadet. Vielmehr hat gerade WTI-Öl seine Rallye fortgesetzt – sehr zur Freude von BP und Royal Dutch Shell.
Von der robusten Ölpreisentwicklung profitierte  auch der Energieriese Royal Dutch Shell.
DER AKTIONÄR hält die Dividendenperle nach wie vor für eine der langweiligsten, dafür aber auch lukrativsten Langfristanlagen auf dem europäischen Kurszettel.

Nio: Comeback-Chance
Nio lieferte im ersten Quartal 2019 3.989  Elektroflitzer des Modells ES8 aus. Damit lag Nio weit über der erst vor wenigen Wochen ausgegeben Prognose. Insgesamt verkaufte Nio von seinem Modell ES8 seit Marktstart 15.337 Autos. Mit den Zahlen hat auch die Aktie ihre Talfahrt beendet. Es ist noch nicht lange her, da markierte das Papier mit 10,50 Dollar ein neues Hoch. Nachdem die Prognose für 2019 weit unter den Erwartungen lag, stürzte die Aktie bis auf 4,75 Dollar ab. Jetzt ist es Zeit für ein Comeback.

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