- DER AKTIONÄR

DEAG - "Prall gefüllte Pipeline"

Nach einem kritischen Pressebericht ist die Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG in den vergangenen Tagen unter Druck geraten. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR setzt sich DEAG-Chef Peter L.H. Schwenkow gegen falsche Behauptungen zur Wehr.

Nach einem kritischen Pressebericht ist die Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG in den vergangenen Tagen unter Druck geraten. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR setzt sich DEAG-Chef Peter L.H. Schwenkow gegen falsche Behauptungen zur Wehr.

DER AKTIONÄR: Herr Schwenkow, man konnte dieser Tage in der Presse lesen, das Rock-/Pop-Geschäft der DEAG falle praktisch aus. Was ist da dran?

Peter L.H. Schwenkow: Absolut nichts. Diese und andere Behauptungen, die das Magazin "Börse Online" verbreitet hat, entbehren jeder Grundlage und dies hätte jeder Interessierte durch ein Minimum an korrekter Recherche erkennen können. Entsprechend hat ja auch das Landgericht Berlin per einstweiliger Verfügung die Verbreitung dieser Behauptungen untersagt. Wir haben eine prall gefüllte Rock-/Pop-Pipeline bei der DEAG. Da wären zu nennen: The Eagles, Rolling Stones, Depeche Mode, Eros Ramazotti, Bon Jovi, Elton John, Deep Purple, Scooter, Bloodhound Gang etc. Die DEAG wird deshalb im laufenden Jahr auch im Rock- Popsegment ihren Umsatz deutlich steigern.

Ihre Jahreszahlen für 2005 sind noch nicht veröffentlicht - gibt es schon eine Indikation?

Ich kann so viel schon verraten, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Firmenwertabschreibungen das EBIT belasten werden. Entsprechende Befürchtungen, die von interessierter Seite im Markt geschürt werden, sind völlig unbegründet.

Schauen wir nach vorn auf 2006 ...

Steigende Umsätze, schöne schwarze Zahlen und viele strategische Weichenstellungen. Im Detail heißt das, dass die DEAG so gut da steht wie seit Jahren nicht mehr. Wir sind bestens durchfinanziert für all unsere Projekte. Rock/ Pop hatten wir ja schon thematisiert. Da haben wir in den vergangenen Wochen neue Verträge mit US5 und 50 Cent machen können. Bei Klassik bauen wir unser Geschäft aus, Entertainment One/ Global wird in diesem Jahr beispielsweise das Anna Netrebko Konzert in Wien veranstalten und Classical Spectacular. Der Klassikbereich bei der DEAG wird im laufenden Jahr um rund 50 Prozent wachsen.

Und die strategischen Weichenstellungen?

Zum einen natürlich die Regelung für das Pensionsgeschäft bei Good News. Hier haben wir einen Weg gefunden, unseren Anteil aus dem Pensionsgeschäft zu sichern. Weitere wichtige Weichen wurden bei DEAG Music gestellt. Da konnten wir erfolgreiche Künstler und Produzenten vertraglich an uns binden und damit zeigen, dass das DEAG Label auf einem sehr aussichtsreichen Weg ist. Und dann natürlich Ticketmaster.

Da hat die DEAG ein Gemeinschaftsunternehmen zum Kartenvertrieb?

Genau. Und Ticketmaster Deutschland läuft sehr gut an. Wir haben die erfolgreiche Ticketmastersoftware jetzt schon bei vielen Hundert Wiederverkäufern und Theaterkassen installiert und sind dabei, Marktanteile zu gewinnen. Und auch hier noch einmal ein Blick zurück auf 2005: Ticketmaster Deutschland hat schon für das abgelaufene Geschäftsjahr positive Ergebnisbeiträge bei der DEAG geliefert.

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