DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX wieder im Aufwind: US-Arbeitsmarkt schiebt an

US-Arbeitsmarktdaten haben dem DAX am Freitag frischen Schwung verliehen. In den USA war die Arbeitslosenquote auf ein 7-Jahrestief gefallen, nachdem zuletzt schwache US-Konjunkturdaten bei den Anlegern Sorgen um den Zustand der Wirtschaft des Landes genährt hatten. DAX und Co atmen in einer ersten Reaktion auf.

Die Erwerbslosigkeit in den USA ist im April weiter gefallen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,4 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2008. Bankvolkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet.

Der Beschäftigungsaufbau hat nach dem Rückschlag im März damit wieder angezogen. Im April wurden außerhalb der Landwirtschaft 213.000 neue Stellen geschaffen. Volkswirte hatten mit 225.000 einen etwas stärkeren Aufbau erwartet. Allerdings war der Beschäftigungsaufbau mehr als doppelt so hoch wie im Vormonat. Damals waren laut revidierten Zahlen 94.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Zunächst hatte man einen Aufbau von 129.000 ermittelt.

Das Lohnwachstum hat sich im April abgeschwächt. Die durchschnittlichen Stundenlöhne lagen 0,1 Prozent höher als im März. Zudem wurde der Anstieg im März von 0,3 auf 0,2 Prozent korrigiert. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne um 2,2 Prozent und damit etwas stärker als im Vormonat (2,1 Prozent). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit lag unverändert bei 34,5 Stunden.

Das Lohnwachstum gilt als eine entscheidende Orientierungsgröße für die Geldpolitik der Notenbank Fed. Solange die Gehälter und Löhne nicht stärker anziehen, dürfte auch der Preisauftrieb in der Binnenwirtschaft schwach bleiben, argumentieren Volkswirte. Das spricht, zusammen mit dem schwachen Wachstum im ersten Quartal, gegen rasche Zinsanhebungen der Notenbank.

Die Anleger nehmen die Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt in einer ersten Reaktion positiv auf. Die US-Futures ziehen an und auch der DAX baut sein Plus weiter aus. Der Euro pendelt gleichzeitig nervös um die Marke von 1,125 US-Dollar.

(Mit Material von dpa-AFX)

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