DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX vor Gegenbewegung: 10.000 Punkte als erstes Etappenziel

Keine Trendwende in China: Nach den dramatischen Kurseinbrüchen vom Montag ist ein Ende der Verunsicherung an den Börsen in China nicht in Sicht. In Japan geht es für die Kurse dagegen wieder nach oben. Und auch für DAX und Co deutet sich eine Gegenbewegung an – zumindest kurzfristig.

In China fiel der wichtige Shanghai Composite Index zum Handelsauftakt erneut kräftig um über sechs Prozent auf 3004,13 Punkte. Der Shenzhen Component Index sackte um rund sieben Prozent auf 10.212,47 Punkte ab. Am Vortag hatten die Kurse in China wegen Sorgen über eine weitere Verlangsamung der zweitgrößten Volkswirtschaft und enttäuschter Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik um acht Prozent nachgegeben.

Die Börse in Tokio setzte hingegen zu einer rasanten Aufholjagd an. Nach einer zunächst schwachen Eröffnung machte der Nikkei-Index dank Schnäppchenkäufen Verluste von zwischenzeitlich fast 800 Punkten wieder wett und kletterte zurück über die psychologisch wichtige Marke von 18.000 Punkten. Am Ende haben die Bären aber wieder die Oberhand gewonnen. Der Nikkei 225 ging vier Prozent leichter bei 17.806 Punkten aus dem Handel.

Beim DAX dürfte sich der volatile Handel ebenfalls fortsetzen. Vorbörslich wurde der Leitindex zunächst bei 9.900 Zählern taxiert. Im weiteren Verlauf fiel er dann aber wieder zurück auf rund 9.700 Punkte. Mit dem Start in Frankfurt notiert der DAX im frühen Handel rund 1,5 Prozent fester bei knapp 9.800 Punkten. Gestern ist der Leitindex nach einem extrem volatilen Handel am Ende um 4,7 Prozent auf 9.648,43 Punkte eingebrochen. Den tiefsten Stand des Tages erreichte er kurz vor Eröffnung der US-Börsen bei 9.338,20 Punkten – ein Minus von mehr als sieben Prozent. An der Wall Street stürzte der Dow Jones zum Start zunächst um mehr als 1.000 Punkte ab, startete im Anschluss einen Erholungsversuch und schloss dennoch knapp 600 Zähler oder 3,5 Prozent tiefer bei 15.876 Punkten.

Wie geht es kurzfristig weiter? Ob die sich heute abzeichnende Gegenbewegung das Zeug zu mehr hat, ist fraglich. Ein Blick in die Historie zeigt, dass es in der Regel der totalen Kapitulation der Anleger bedarf, bevor eine nachhaltige Trendwende einsetzen kann. Wenn man sich den gestrigen Tag anschaut, könnten wir aber nicht mehr allzu weit von diesem Zeitpunkt entfernt sein. Allerdings kann der Markt auch länger irrational sein, als man selbst liquide ist.

Für eine übergeordnete Gegenbewegung nach oben müsste der DAX schnell die bisherige Unterstützungszone zwischen 10.050 und 9.800 Punkte zurückerobern. Das würde zwar noch kein Ende der Abwärtstendenz signalisieren, wäre aber sicherlich ein Anfang. Weitere technische Unterstützungsbereiche auf dem Weg Richtung 8.900 Zähler warten dagegen bei 9.380 und 9.220 Punkten.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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