DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Gemischte Impulse aus Asien - Commerzbank hilft DAX nicht

Der deutsche Aktienmarkt startet am Dienstag ohne große Bewegung in den Tag. Der XDAX notiert kurz vor 9:00 Uhr leicht unter dem Vortagesschlusskurs. Von den Überseebörsen kamen wenig Impulse. An der Wall Street konnten sich die wichtigsten Indizes zwar von ihrem jüngsten Rückschlag erholen, seit dem Xetra-Schluss bewegten sie sich jedoch per Saldo nur wenig von der Stelle. An Chinas Börsen ging es trotz enttäuschender Signale aus der Industrie etwas aufwärts.

Mangels wesentlicher Daten von der Konjunkturseite im weiteren Tagesverlauf dürfte das Geschehen vor allem von der Berichtssaison der Unternehmen geprägt werden, schrieb Analyst Christian Schmidt von
der Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Hier gab es bereits am Morgen eine Zahlenflut. So enttäuschte die Commerzbank mit ihrem Zahlenwerk. Am Nachmittag steht eine Reihe von Quartalsberichten US-amerikanischer Konzerne auf der Agenda.

Positive Signale aus China

Am Vortag hatte es noch positive Konjunkturdaten aus China gegeben. Die Stimmung in den chinesischen Industriebetrieben deutet auf eine anhaltende Erholung der zwischenzeitlich darbenden Industrieproduktion im Land hin, wenngleich der entsprechende Einkaufsmanagerindex für April laut Ric Spooner von CMC Markets etwas unter den Erwartungen ausgefallen war.

Der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone stieg zum Vormonat marginal um 0,1 Punkte auf 51,7 Zähler. Der stark beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA, der als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung des Landes gilt, war hingegen im April überraschend deutlich von 51,8 Punkten im Vormonat auf 50,8 Punkte gefallen. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einer Verschlechterung auf 51,4 Punkte gerechnet. Die Daten sprechen allerdings nicht für eine baldige Anhebung des US-Leitzinses, was die Börsianer freuen dürfte.

Abstauberlimit bei 10.000

Der DAX kämpft am frühen Morgen mit der Marke von 10.100. Hier liegt zum einen das alte Ausbruchsniveau, zum anderen das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung zwischen April 2015 und Februar 2016. Ein neues charttechnisches Kaufsignal entstünde bei einem erneuten Sprung über die 200-Tage-Linie, die bei 10.241 Zählern verläuft. Möglicherweise setzt der DAX vorher noch einmal auf die 10.000-Punkte-Marke zurück; hier empfiehlt sich ein Abstauberlimit zu setzen. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV oder lesen Sie an dieser Stelle.

(mit Material von dpa-AFX)

 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Neue Ausgabe: Wer frisst wen? Diese Aktien stehen ganz oben auf der Übernahmeliste - nutzen Sie die Chance! +++ Tesla-Killer? Auf diese neuen Batterien setzen BMW, Audi & Co +++ 65% in 3 Wochen: Dieser Hot-Stock startet richtig durch

Ein Kursanstieg von 30 Prozent und mehr an einem Tag. Das klingt nach viel, ist aber keine Seltenheit. Denn lukrative Übernahmeangebote sind derzeit beinahe an der Tagesordnung. In den meisten Fällen bescheren die Kaufavancen den Aktien der Zielfirma hohe Kursgewinne. Für Anleger bieten sich daher … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Entscheidung um 20 Uhr - DAX vor scharfer Korrektur?

Am deutschen Aktienmarkt sind offensichtlich viele Anleger schon in Vatertagsstimmung. Kaum verändert präsentieren sich die Kurse zur Wochenmitte - der DAX pendelt um den Schlusskurs des Vortages von 12.659 Punkten. Etwas Bewegung in den Handel könnte am Abend nach dem Fed-Sitzungsprotokoll kommen. … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Der DAX will nach oben!

Der deutsche Leitindex hat am Dienstag einen vorsichtigen Versuch unternommen, die Hürde bei 12.700 zu überwinden. Vorausgegangen war ein Ifo-Geschäftsklimaindex, der weit über den Erwartungen lag. Die Gewinne konnten zwar nicht lange gehalten werden, dennoch lässt sich konstatieren, dass der DAX … mehr