DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX unter 9.300 - brechen jetzt alle Dämme?

Der DAX präsentiert sich auch zur Wochenmitte schwach und verliert zwischenzeitlich rund zwei Prozent. Der deutsche Leitindex hat damit eine wichtige Unterstützungszone gebrochen und so die Gefahr eines deutlichen Rücksetzers vergrößert. Allerdings neigt der Februar-Ausklang unter statistischen Gesichtspunkten ohnehin zur Schwäche, sodass die Hoffnung auf eine baldige Trendwende bestehen bleibt.

Breitseite für Bullen

Ein nachhaltiges Abgleiten unter die letzten zyklischen Tiefpunkte vom August/September 2015 und Januar 2016 bei 9.338/25/15 Punkten würde nach den Worten von HSBC-Analyst Jörg Scherer der jüngsten Erholung der deutschen Standardwerte die nächste Breitseite verpassen, so dass dann sogar die Kurslücke vom 15. Februar bei 9.079/8.968 Punkten wieder auf die Agenda rückt. Aus Bullensicht ließe sich die skizzierte Gefahr auf der Unterseite nur bannen, indem das "swing high" vom  Wochenauftakt bei 9.581 Punkten zügig überwunden wird.

Einen Hoffnungsschimmer liefert die Statistik. Die besagt, dass es Ende Februar tendenziell nach unten geht, ehe dann im März/April die Kurse wieder steigen. Für zusätzliche Fantasie sorgt der vierjährige US-Präsidentschaftszyklus.

Füße still halten

Technisch betrachtet hat der DAX zunächst einmal ein neues Verkaufssignal geliefert. Die nächsten Stunden/Tage werden zeigen, ob dieses Signal auch nachhaltig ist. Anleger sollten ihre Long-Positionen schließen und abwarten.

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