DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX unter 12.000 - Short-Turbo nimmt Fahrt auf

Der September macht seinem Ruf als schlechtester Börsenmonat des Jahres alle Ehre. Am Donnerstag schloss er bei 11.955 Punkten und damit unter der psychologisch wichtigen 12.000-Punkte-Marke. Handelsstreit und die Entwicklungen in einigen Schwellenländern belasten die Kurse. Was den DAX betrifft, kommen noch Probleme bei Schwergewichten wie Bayer hinzu.

Zumindest hält die Wall Street dem allgemeinen Abwärtstrend weiter Stand. Am Vorabend schloss der Dow Jones leicht im Plus bei rund 26.000 Zählern. Zuvor gab es gemischte Wirtschaftsdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit Dezember 1969 gefallen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungsbereich legte außerdem im August um 2,8 Punkte auf 58,5 Zähler und damit stärker als erwartet zu. Enttäuschend fielen hingegen die Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP und die US-Industrieaufträge aus. Am Freitag dürften die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für August starke Beachtung am Markt finden.

Neue Zölle von Trump

Spannender wird sein, ob US-Präsident Donald Trump am heutigen Freitag weitere Strafzölle auf chinesische Waren erheben wird. Im Raum setht ein Volumen von 200 Milliarden Dollar. Trump hatte der Regierung in Peking bis heute eine Frist gesetzt, zu seinen Plänen Stellung zu beziehen. Sollte sich China nicht bewegen, könnte der Handelsstreit zwischen beiden Nationen eine neue Eskalationsstufe erreichen.

Außerdem heißt es, dass Trump als nächstes den Handel mit Japan ins Visier nehmen könnte. Der Nikkei 225 gab heute den fünften Tag in Folge nach und nähert sich wieder der 22.000-Punkte-Marke.

DAX bald bei Jahrestief?

Der DAX dürfte nach dem Bruch der 12.000-Punkte-Marke seinen Abwärtstrend fortsetzen und das Jahrestief bei 11.787 Zählern (auf Schlusskursbasis) in Angriff nehmen. Sollte diese wichtige Unterstützung nicht verteidigt werden, droht eine Beschleunigung der Abwärtsdynamik.

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