DAX
- Benedikt Kaufmann

DAX tritt auf der Stelle – Banken bleiben im Fokus

Der Dax dürfte am letzten Handelstag des Jahres vorerst auf der Stelle treten. Geprägt vom Brexit-Votum und dem Wahlsieg Donald Trumps steuert das Kursbarometer im Gesamtjahr auf einen Zugewinn zwischen 6,5 und 7 Prozent zu.

Auch beim EuroStoxx 50 wird zu Wochenschluss mit wenig Bewegung gerechnet. Im Gegensatz zum Dax hat sich der Leitindex der Eurozone auch im Jahresvergleich kaum von der Stelle bewegt.

Das Handelsumfeld wird zu Wochenschluss mangels klarer Impulse von den Weltbörsen und einer nur dünnen Agenda ähnlich ruhig erwartet wie an den vergangenen Tagen. Hinzu kommt, dass an diesem Freitag nur verkürzt gehandelt wird. Statt um 17.30 Uhr schließt der Dax bereits um 14.00 Uhr. In London endet der Handel zur Mittagszeit.

Banken bleiben im Fokus

Die Nachrichtenlage blieb auch auf Unternehmensseite extrem dünn. Die Blicke bleiben einmal mehr auf den Finanzsektor gerichtet, nachdem die EU-Kommission am Vorabend kurzfristige staatliche Hilfen für die italienische Krisenbank Monte dei Paschi und weitere mit faulen Krediten kämpfende Institute erlaubt hatte. Ein Händler wertete dies jedoch als erwartungsgemäß.

Der Bankensektor fällt auch in der Jahreswertung bei den 30 Dax-Werten auf, wo die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank trotz kräftiger Anstiege in den vergangenen Monaten mit Abgaben von bis zu 25 Prozent noch immer die Schlusslichter sind. Zur Schwäche neigten in diesem Jahr außerdem die Papiere von ProSiebenSat.1 mit mehr als 21 Prozent Minus.

Adidas in der Jahreswertung uneinholbar

Auf der positiven Seite liefern sich BASF und Thyssenkrupp mit Anstiegen um jeweils etwa 24 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den dritten Platz - mit leichtem Vorteil für den Ludwigshafener Chemiekonzern. Als zweitbester Indexwert dürfte nicht mehr an Siemens mit plus 29 Prozent zu rütteln sein. Als Klassenbester liegt die Adidas-Aktie mit fast 65 Prozent Plus uneinholbar vorne.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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