DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX startet Gegenbewegung: China wächst um 6,9 Prozent - Ölpreis stabilisiert sich

DAX und Co starten am Dienstag eine Gegenbewegung. Die Erholung in China nach soliden Konjunkturdaten und eine Stabilisierung beim Ölpreis sorgen für die notwendigen Impulse. Anleger sollten sich aber weiter auf einen volatilen Handel einstellen.

Das Horrorszenario bleibt aus. Die jüngsten Konjunkturdaten aus China zeigen, dass das Reich der Mitte weit von einer harten Landung entfernt ist. Laut der Nationalen Statistikbehörde wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im abgelaufenen Jahr um 6,9 Prozent. Das Plus im letzten Quartal 2015 betrug 6,8 Prozent. Damit fiel das Wachstum 2015 zwar um 0,4 Punkte geringer aus als 2014 und ist weit von den einst zweistelligen Raten entfernt. Alles in allem präsentiert sich die chinesische Wirtschaft jedoch deutlich dynamischer als noch vor einem Jahr – und vor allem stabiler als von vielen Pessimisten im Vorfeld erwartet.

Zudem stabilisiert sich der Ölpreis, der wegen Sorgen um eine Überversorgung zuletzt kräftig unter Druck war. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 29,17 US-Dollar. Das waren 62 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Februar stieg um 20 Cent auf 29,62 Dollar. Am Montag waren die Ölpreise auf neue zwölfjährige Tiefstände gefallen, nachdem Handelssanktionen gegen das Opec-Mitglied Iran aufgehoben worden waren.

Das Jahr hat mit der schlechtesten Aktienmarktentwicklung seit Beginn der DAX-Berechnung 1965 begonnen. Der deutsche Leitindex hat bereits mehr als elf Prozent eingebüßt. Der Wachstumsbericht aus China hat den Börsen in Asien für einen Aufwärtsschub gesorgt. Das dürfte zwar auch am deutschen Markt zu einer verbesserten Stimmung führen. Eine nachhaltige Trendwende ist aus charttechnischer Sicht jedoch noch nicht in Sicht. Für die DAX-Bullen rückt zunächst der Widerstand im Bereich um 9.800 Punkte in den Fokus. Durchatmen können die Anleger erst, wenn der Leitindex den Bereich um 10.150 Punkte überwindet. Ansonsten droht weiterhin ein Rücksetzer bis in den Bereich der Unterstützung um 9.325 Zähler.

Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check im aktionaer.tv oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Trumpcare oder Obamacare - D-Day für den DAX!

Nach der Verschiebung der für Donnerstag angesetzten Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über eine Reform des unter Präsident Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems präsentiert sich der DAX am Freitag überraschend fest. Schon die Anleger in Japan ließen diese Nachricht links liegen und … mehr
| DER AKTIONÄR | 1 Kommentar

1.000% Wachstum: Auto 2.0 - das sind die Top-Gewinner-Aktien +++ Facebook: Geheimprojekt schürt Fantasie +++ Heißes Gerücht: Weshalb DER AKTIONÄR bullish für diesen Nebenwert ist

Moderne Autos fahren nicht mehr mit Diesel oder Benzin, sondern mit Strom. Und sie fahren im Zweifelsfall selbst. So sieht die nicht mehr allzu ferne automobile Zukunft aus. In der neuen Ausgabe des AKTIONÄR lesen Sie, wie Sie vom Megamarkt Auto 2.0 profitieren können. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Zittern die Anleger vor Trump, DAX jetzt shorten?

Nach dem Kursrutsch von 12.100 auf 11.850 Punkte kann sich der DAX am Donnerstag weiter über der Marke von 11.900 Zählern behaupten. Einen stärkeren Anstieg verhindert eine wichtige Abstimmung in den USA. Zudem drücken etwas schwächer als erwartet ausgefallene Konsumdaten etwas auf die Stimmung. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Platzt die Trump-Blase oder holt der DAX nur Luft?

Am deutschen Aktienmarkt geht es den zweiten Tag in Folge kräftiger nach unten. Immer mehr Marktteilnehmer befürchten, dass US-Präsident Donald Trump seine ehrgeizigen Wahlversprechen nicht umsetzen kann. Erschwerend kommt für die deutschen Blue Chips hinzu, dass der Euro weiter an Boden gewinnt. mehr