DAX
von Thorsten Küfner - Redakteur

DAX schließt im Minus: Adidas, Commerzbank, Deutsche Bank, Infineon, RWE und SMASolar im Fokus

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Die stockenden Haushaltsverhandlungen in den USA haben den deutschen Aktienmarkt am letzten Handelstag vor dem Weihnachtsfest ins Minus gedrückt. Der DAX weitete seine Verluste zuletzt aus und büßte 0,47 Prozent auf 7.636,23 Punkte ein. Damit unterbrach er zunächst seine Jahresendrally.

Commerzbank und Deutsche Bank sehr schwach

Finanzwerte litten besonders unter dem festgefahrenen Haushaltsstreit in den USA. So verloren die Aktien der Deutschen Bank 2,89 Prozent und die der Commerzbank 3,28 Prozent. Dabei hätten gerade Bankenwerte von der Erwartung einer rechtzeitigen Einigung profitiert, sagten Börsianer.

Adidas: Konkurrent auf Kurs

Unter den wenigen Gewinnern am Markt stiegen die Papiere von Adidas um 0,03 Prozent. Der US-Sportartikelhersteller Nike war im zweiten Geschäftsquartal auf Wachstumskurs geblieben und dies hat Börsianern zufolge auch den Papieren der Herzogenauracher geholfen. Die Zahlen von Nike deuteten auf ein sehr starkes US-Geschäft für die weltweit führen Sportartikelhersteller im kommenden Jahr hin, schrieb Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank in einer Analyse.

Infineon: Positive Studie

Favorit waren die Titel des Halbleiterkonzerns Infineon mit einem Aufschlag von 0,71 Prozent auf 6,233 Euro. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar der US-Bank JPMorgan als Antrieb. Die Gewinnerwartungen des Marktes dürften das Schlimmste hinter sich haben und kaum weiter sinken, schrieb der Experte Sandeep Deshpande in einer Studie.

RWE will weiter sparen

Der personellen Sparmaßnahmen bei RWE nehmen immer konkretere Züge an. Medienberichten zufolge will der Essener Energieriese seinen Mitarbeitern einen neuen Kündigungsschutz anbieten. Was heißt das für die Anleger des DAX-Konzerns?

SMA Solar: Zukauf in China

Die im TecDAX gelisteten Papiere von SMA Solar schnellten nach einem Zukauf in China sogar um 3,04 Prozent in die Höhe und sicherten sich damit den Spitzenplatz im Index. Commerzbank-Analystin Lauren Licuanan sah die Transaktion positiv, da der hessische Solartechnikhersteller auf diesem Wege einen Fuß in den chinesischen Markt und die Vertriebskanäle bekomme.

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