DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX nach Kaufsignal: Darum geht die Jahresendrallye weiter - das sollten Anleger jetzt wissen!

Die Hoffnung auf weiteren Rückenwind durch die Geldpolitik hat den DAX auf Wochensicht knapp vier Prozent auf ein 3-Montashoch getrieben. Auch in der kommenden Woche dürfte der Einfluss der Notenbanken auf den heimischen Leitindex groß bleiben. Unternehmensdaten sind dagegen eher Mangelware. Woher könnten neue Impulse kommen?

Technisch betrachtet hat sich die Lage am deutschen Aktienmarkt deutlich verbessert. Mit 11.119 Zählern verabschiedete sich der DAX über der psychologisch wichtigen 11.000-Punkte-Marke aus der Woche, die nun eine horizontale Unterstützung darstellt. Ferner konnten der seit April gültige Abwärtstrend (11.041), das jüngste Verlaufshoch (11.055) und die 200-Tage-Linie (11.071) überwunden werden. Erweist sich das Kaufsignal als nachhaltig, dürfte es schnell weiter hoch gehen. Die nächsten Hürden warten bei 11.300, 11.600 und 11.800 Punkten. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei www.daf.fm oder lesen Sie an dieser Stelle.

Perfektes Timing: DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot seit Mittwoch mit einem Call-OS auf dieses Szenario. Der Schein liegt bereits zweistellig im Plus. Das Real-Depot versucht durch kurz- und mittelfristige Investitionen in aussichtsreiche Aktien zum Erfolg zu kommen. Dabei stehen Trading-Chancen aus charttechnischer Sicht, aufgrund von positivem Newsflow oder anderen Sondersituationen im Fokus. Für zusätzliches Potenzial sorgt der Handel mit Hebelprodukten. Deshalb richtet sich das Depot vor allem an spekulativ orientierte Anleger. Mit Erfolg: Seit Jahresanfang steht eine Performance von über 52 Prozent zu Buche. Interessiert? Dann holen Sie sich ein Probe-Abo und testen Sie für drei Monate das Real-Depot.

Bei aller Euphorie sollte man mögliche Rücksetzer nicht komplett ausschließen. Denn es sind derzeit vor allem zwei Fragen, die die Anleger beschäftigen: Hebt die US-Notenbank ihre Leitzinsen noch in diesem Jahr wieder an? Weitet die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Stützungsmaßnahmen weiter aus? Die endgültigen Antworten wird es zwar erst auf den jeweiligen Notenbanksitzungen im Dezember geben.

Am Markt setzen sich allerdings zwei Szenarien mehr und mehr durch. So hat Mario Draghi zum Wochenschluss auf einem Bankenkongress in Frankfurt erneut die Bereitschaft der Notenbank angedeutet, ihre bereits extrem expansive Geldpolitik weiter zu lockern. "Wir werden alles Notwendige tun, um die Inflation so schnell wie möglich wieder zu erhöhen", sagte der Präsident der EZB. Zudem rechnen immer mehr Marktexperten damit, dass die US-Notenbank Fed im Dezember die lang erwartete Zinswende einleiten, in der Folge aber nur sehr behutsam an der Zinsschraube drehen wird. Die Aussicht auf nur leicht steigende Zinsen wird weniger als Bedrohung denn als Ausdruck einer sich einigermaßen robust erholenden US-Wirtschaft gesehen.
Lassen Draghi und Fed-Chefin Janet Yellen ihren Andeutungen Taten folgen, dann treffen schon bald steigende US-Zinsen auf eine anhaltende Nullzinspolitik in der Eurozone. Vor allem exportstarke deutsche Firmen würden vom damit weiter geschwächten Euro profitieren. Optimisten erwarten davon einen zusätzlichen Schub für den heimischen Aktienmarkt. "Als Blaupause für die nächsten Wochen könnte die Entwicklung der Aktienmärkte der Eurozone im Frühjahr gelten", so die Einschätzung der WGZ-Bank. Damals hätten die erweiterten Anleihekäufe der EZB von Januar bis April für deutliche Kursgewinne gesorgt.

Unternehmensnachrichten sind in der neuen Woche vor allem aus der zweiten und dritten Börsenliga zu erwarten. Ausnahmen sind eine Investorenveranstaltung des Versicherungskonzerns Allianz (Dienstag) und der Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr des Halbleiterkonzerns Infineon (Donnerstag).

Zudem steht das Deutsche Eigenkapitalforum wieder vor der Tür. Vom 23. bis 25. November treffen sich Investoren, Portfoliomanager, Analysten, Medienvertreter und weit über 200 Firmen vor allem aus dem Nebenwertebereich im Sheraton Airport Hotel & Conference Center in Frankfurt. Die von der Deutschen Börse AG und der KfW Bankengruppe organisierte Veranstaltung ist Europas größte rund um die Eigenkapitalfinanzierung und für die börsennotierten Unternehmen ein perfekter Rahmen, um sich sämtlichen Interessengruppen zu präsentieren. Auch DER AKTIONÄR wird bei diesem Pflichttermin vor Ort sein, sich zahlreiche Präsentationen ansehen und mit vielen Vorständen persönliche Gespräche führen, um die interessantesten Nebenwerte für die Leser herauszufiltern.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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