DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX im Check: Einmal geschüttelt und weiter geht's!

Ein schwacher Einkaufsmanagerindex in den USA hatte am Dienstag den deutschen Aktienmarkt massiv unter Druck gebracht. Zwischenzeitlich musste der DAX einen Rückgang vom Tageshoch um 200 Zähler hinnehmen. Am Mittwochmorgen sieht die Welt schon wieder freundlicher aus.

Positive Vorgaben

Gestützt von einer festen Wall Street wird der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch zur Eröffnung etwas fester erwartet. 40 Minuten vor Handelsbeginn notiert der XDAX bei 11.319 Punkten. Außerdem gibt es positive Signale aus China. Der CSI300 kletterte am Mittwoch um 3,6 Prozent. Außerdem verlor der Euro wieder an Wert, was den exportorientierten DAX-Konzernen zugute kommt.

Großes Enttäuschungspotenzial

Mit Spannung wird auf die am Donnerstag anstehende Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über eine weitere Lockerung der Geldpolitik gewartet. Die Erwartungen sind hoch: Der Markt rechnet derzeit mit einer weiteren Senkung des Einlagensatzes um 10 bis 20 Basispunkte und einer erneuten Ausweitung des Staatsanleihen-Kaufprogramms um 10 bis 20 Milliarden Euro. Entsprechend hoch ist auch das Enttäuschungspotenzial. Sollten die Notenbanker weniger als das beschließen, sei mit größerer Enttäuschung an den Aktienbörsen zu rechnen, sagte Analyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda.

Am Mittwoch steht noch ein ganzer Strauß neuer Konjunkturdaten auf der Agenda. So werden im Vormittagsverlauf die Verbraucherpreise November und die Erzeugerpreise Oktober für die Eurozone veröffentlicht. Für den Nachmittag sind aus den USA der Arbeitsmarktbericht November des privaten Dienstleisters ADP sowie der Produktivitätsbericht für das dritte Quartal avisiert.

11.400 möglich

Der DAX könnte am Mittwoch die obere Begrenzung der jüngsten Seitwärtsbewegung bei 11.430 Punkten antesten. Nach unten sichert der Bereich um 11.235 Zähler ab. Ein Trade auf der Long-Seite - zum Beispiel mit dem Turbo-Long CW51UD von der Citigroup (aktueller Kurs: 11,28 Euro) - sollte aber erst einmal auf Sicht von 24 Stunden getätigt werden.

(Mit Material von dpaAFX)

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