DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX nach Fed-Minutes leicht unter Druck - Geduld wird langsam überstrapaziert!

Die Aussicht auf eine mögliche US-Leitzinserhöhung bereits im Juni setzt den DAX am Donnerstagmorgen unter Druck. Der Standardwerte-Indikator XDAX pendelt eine halbe Stunde vor dem Handelsbeginn um die Marke von 9.900 Punkten. Der deutsche Leitindex setzt damit seit Anfang des Monats bestehende Seitwärtsbewegung fort.

Zinserhöhung im Juni möglich

So ist in den USA eine weitere Zinserhöhung durch die Notenbank Fed im Falle einer günstigen  wirtschaftlichen Entwicklung im kommenden Monat möglich, wie aus dem Protokoll zur Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 26./27. April hervorging. Die Entscheidung hat an den Devisenmärkten für etwas Turbulenzen gesorgt - so ist der Euro/Dollar auf den tiefsten Stand seit März gefallen.

Der Dow Jones sackte nach Veröffentlichung der "Fed Minutes" ins Minus, konnte sich aber zum Handelsende hin auf die Nulllinie retten. In Asien gab es auch keine einheitliche Tendenz zu beobachten.

Nervige Schaukelbörse

Die Unentschlossenheit zeigt sich auch im DAX, der seit Beginn des Monats in einer Range zwischen 9.737 und 10.100 Punkten hin- und herpendelt. Am Mittwoch drohte das Barometer nach unten abzukippen, doch stattdessen drehte der DAX bis zum Handelsschluss richtig auf und schloss über der Marke von 9.900 Zählern.

Für Trader ist diese orientierungslose Zeit natürlich ein Graus. Eine Möglichkeit ist, im unteren Bereich der Range long und im oberen Sektor short zu gehen. Für größere Long- oder Short-positionen müssen klare Signale her, die sich aber erst bei Kursen oberhalb von 10.170 beziehungsweise unterhalb von 9.730 Punkten ergeben.

(mit Material von dpa-AFX)

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