DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX mit roter Wochenbilanz: Weihnachtsrallye oder Crash unter 10.000 Punkte - wie geht es weiter?

Die rote Farbe dominierte bei DAX und Co zum Wochenschluss. Die ungesunde Mischung aus fallendem Ölpreis und steigendem Euro gepaart mit Wirtschaftsdaten aus China und der möglichen Zinswende in den USA schmeckte den Anleger überhaupt nicht. Der DAX setzte seine Talfahrt ungebremst fort und zog dabei auch viele Werte aus der zweiten und dritten Reihe mit nach unten.

Am Freitag standen vor allem der extrem schwache Ölpreis und der wieder steigende Eurokurs im Fokus. Eine starke Gemeinschaftswährung erschwert den DAX-Konzernen den Export von Gütern außerhalb der Eurozone und drückt auf die Gewinne. Der schwache Ölpreis wird derweil als Indiz für weltweite Konjunktursorgen gesehen. Zudem wirft die in der kommenden Woche anstehende US-Notenbanksitzung samt Leitzinsentscheidung ihre Schatten voraus. Eine Erhöhung gilt in Finanzkreisen als sicher, das Tempo für weitere Schritte dürfte aber moderat bleiben, so die Hoffnung der Börsianer.

Mit dem schweren Gepäck auf dem Rücken zeigten sich die Anleger erneut extrem nervös – und zogen bei vielen Positionen die Reißleine. „Keiner will so wie nach dem EZB-Ratssitzung auf dem falschen Fuß erwischt werden“, lautete der Tenor.

Im DAX verloren am Freitag alle 30 Aktien an Wert. Der Leitindex büßte am Ende 2,4 Prozent auf 10.340 Punkte ein. Das ist der niedrigste Schlusskurs seit dem 22. Oktober. Am Montag hatte er noch die 11.000-Punkte-Marke ins Visier genommen, auf Wochensicht dann aber 3,8 Prozent verloren. Mit dem Bruch der massiven Unterstützung bei 10.500 Punkten ist nun auch der DAX-Chart kräftig angeschlagen. Die nächsten markanten Unterstützungen warten erst wieder im Bereich um 10.000 Zähler. Der Gewinn seit Jahresbeginn schmilzt: Das Barometer für die 30 wichtigsten deutschen Aktien zeigt seit Januar nur noch ein Plus von 5,45 Prozent an.

Ganz anders die Performance des Real-Depots vom AKTIONÄR. Auch wenn das Depot in den vergangenen Tagen ebenfalls etwas zurückgefallen ist, schlägt es den DAX mit einem Jahresplus von über 48 Prozent um Längen. Durch kurz- und mittelfristige Investitionen in aussichtsreiche Aktien versucht das Real-Depot zum Erfolg zu kommen. Dabei stehen Trading-Chancen aus charttechnischer Sicht, aufgrund von positivem Newsflow oder anderen Sondersituationen im Fokus. Für zusätzliches Potenzial sorgt der Handel mit Hebelprodukten. Deshalb richtet sich das Depot vor allem an spekulativ orientierte Anleger. Interessiert? Dann melden Sie sich hier für ein Probe-Abo an.

Wie geht es weiter? Der Wochenstart wird in jedem Fall sehr volatil ausfallen. Die Hoffnung auf ein Comeback der DAX-Bullen könnte im Wochenverlauf aber wieder zunehmen. Kommt es am 16. Dezember (20:00 Uhr MEZ) zu der erwarteten moderaten Zinsanhebung durch die US-Notenbank und stellt die Fed-Chefin Janet Yellen dabei keine weiteren, zeitnahen Zinsschritte in Aussicht, wäre das bei einer anhaltenden expansiven Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) günstig für deutsche Aktien. Ebenfalls positiv: Statistisch gesehen ist eine Weihnachtsrallye in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 9. Januar zudem sehr wahrscheinlich. Die Adventszeit im Jahr 2015 bleibt für Börsianer also in jedem Fall spannend.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Marc Feßler -
    Dann hoffen wir mal, dass uns die Fed nicht enttäuscht und der Weg für die Jahresendrallye noch frei wird!

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| Michael Schröder | 0 Kommentare

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