Infineon
von Michael Schröder - Redakteur

DAX mit Rekordquartal: Commerzbank plant, Henkel gefragt, Infineon beflügelt, , E.on gefragt, STADA überzeugt, Hochtief leidet, Solarworld schwächelt, Pfeiffer Vacuum überrascht

Der DAX gab am Freitag zwar leicht nach und schloss bei 6.948 Punkten. Dennoch blicken Anleger auf das beste erste Quartal seit 1998 zurück. Der heimische Leitindex gewann seit Anfang 2012 insgesamt knapp 18 Prozent hinzu. "Ein fantastischer Jahresauftakt", so Markus Horntrich, Chefredakteur vom AKTIONÄR. "Das macht Lust auf mehr." DER AKTIONÄR mit einem Überblick über die letzte Handelswoche im März.

Der DAX hat insbesondere Mitte der vergangenen Woche mit deutlichen Verlusten zu kämpfen gehabt. Auf der Gewinnerliste finden sich daher vor allem defensive Werte wieder. Top-Gewinner war der Konsumgüterkonzern Henkel. Das Unternehmen vereinbarte in der vergangenen Woche eine neue Kreditlinie über 800 Millionen Euro. Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit größer werden, dass sich der Konzern durch Akquisitionen verstärkt.

Infineon angeschoben

Trotz des schwachen Umfelds fand sich auch Infineon auf der Gewinnerliste wieder. Der Chiphersteller profitierte von einer Kaufempfehlung von Exane BNP Paribas. Die Experten heben das Kursziel auf 9,50 Euro und haben die Gewinnschätzungen um 25 Prozent für 2012 erhöht.

ThyssenKrupp unter Druck

Bei den größten Verlierern fand sich die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp wieder. Neben dem für zyklische Werte ohnehin unfreundlichen Umfeld lastete ein negativer Kommentar von Exane BNP Paribas auf der Aktie. Die Franzosen haben das Kursziel für den DAX-Titel auf 16,00 Euro gesenkt. Ihrer Ansicht nach dürfte die geringere Bauaktivität in China die Chancen auf eine Margenerholung von Stahlwerken zunichte machen.

E.on bleibt Top-Pick

E.on und RWE basteln weiter fleißig an ihrer Neuausrichtung. Beide Konzerne konnten dabei in der vergangenen Woche weitere Teilerfolge erzielen. Dennoch konnten sie sich dem Negativtrend des DAX nicht entziehen und gaben über auf Wochensicht leicht ab. E.on bleibt dennoch ein Top-Pick.


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Commerzbank plant

In dieser Woche hat sich die Commerzbank mit der EU-Kommission endgültig darauf verständigt, dass die defizitäre Tochter Eurohypo nun nicht wie ursprünglich gefordert verkauft werden muss. Jetzt will der DAX-Konzern den Immobilien- und Staatsfinanzierer abwickeln.

STADA und der Optimismus

Die Börsianer haben sich in der vergangenen Woche für die Zahlen und insbesondere den Ausblick des Arzneimittelherstellers STADA erwärmen können. "Beim Ausblick für den Konzern sind wir unverändert optimistisch und gehen von weiterem Wachstum beim Konzernumsatz und den bereinigten Ertragskennzahlen aus", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff. Für 2012 rechnet der Vorstand beim Konzerngewinn mit einer sehr deutlichen Steigerung. 2014 peilt der MDAX-Konzern unverändert einen Umsatz von rund 2,15 Milliarden Euro sowie einen Konzerngewinn von ungefähr 215 Millionen Euro an.

Hochtief leidet

Auf der Verliererliste findet sich hingegen die Aktie von Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief wieder. Die australische Tochter Leighton macht den Essener zurzeit das Leben schwer. Der Konzern sprach eine Gewinnwarnung aus - im Anschluss musste auch Hochtief die Prognosen korrigieren. Beim Überschuss rechnet Hochtief jetzt mit etwas weniger als 180 Millionen Euro. Bislang hatte Hochtief mit einem Wert knapp unterhalb des Rekordniveaus aus dem Jahr 2010 von 288 Millionen Euro gerechnet.

Pfeiffer Vacuum überrascht

Pfeiffer Vacuum hat die Aktionäre überrascht - und zwar positiv. Der Spezialpumpenhersteller will nach einem Rekordgewinn die Dividende kräftig auf 3,15 Euro anheben. Die Aktie war in der vergangenen Woche der größte Gewinner im TecDAX. Vor einer konkreten Prognose schreckte der Vorstand allerdings zurück. Er stellte jedoch eine Marge von 14,5 Prozent im laufenden und 17,5 Prozent im kommenden Jahr in den Raum. 2014 soll sich die Kennziffer dann auf 20 Prozent erhöhen.

Solarworld schwach

In der Verliererliste findet sich die Aktie von Solarworld ganz vorne. Grund ist eine neue Einschätzung der Bank of America. Die Analysten sehen das neue Kursziel bei 1,00 Euro, nach zuvor 1,75 Euro. Der chinesische Wettbewerb sorge weiterhin für hohen Margendruck. Solarworld sei eher ein Opfer der Konsolidierung als ein Überlebender, so die Experten. Die beste Chance habe der deutsche Solarzellenhersteller, wenn sich die Politik entscheide, wie in den USA Schutzzölle einzuführen. Diese sind bislang jedoch nicht in Sicht.

Gigaset fällt ab

Ebenfalls schwach präsentierte sich die Aktie von Gigaset. Der Telefonhersteller zeigt sich pessimistisch für das laufende Jahr. "Das operative Ergebnis wird aller Voraussicht nach nicht das Niveau des Vorjahres erreichen", sagte Finanzvorstand Alexander Blum. 2011 hatte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 86,8 auf plus 22,0 Millionen Euro verbessert Ab 2014 soll sich die Erschließung neuer wachstumsstarker Geschäftsfelder positiv im Umsatz und Ergebnis niederschlagen.

GfK stark

In der dritten Reihe hat die Aktie des Marktforschungsinstituts GfK für ein dickes Plus gesorgt. Die Experten der Commerzbank nahmen die Aktie wieder auf und sprachen eine Kaufempfehlung mit Kursziel 45,00 Euro aus. Das aktuelle Kursniveau biete die Möglichkeit, in einen der möglichen Gewinner des Transformationsprozesses im Marktforschungsbereich zu investieren.

Ströer geht unter

Alles andere als rund läuft es dagegen bei dem Außenwerber Ströer. Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 3,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand lediglich vorsichtig optimistisch.

Mit der friedola Gebrüder Holzapfel wagt ein weiterer Mittelständler den Sprung an den Anleihemarkt. Bis zu 25 Millionen Euro will das Unternehmen einsammeln. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 5. April. Die Anleihe ist mit einem attraktiven Kupon ausgestattet


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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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