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- Thomas Bergmann - Redakteur

Griechenland-Rettung: Es bleiben 48 Stunden

Die Staats- und Regierungschefs des Euroraums haben die Regierung in Athen aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden ein endgültiges Angebot für eine Einigung im Schuldenstreit vorzulegen. Die 18 Partnerländer Griechenlands in der Währungsgemeinschaft gelangten am Montag zu der Auffassung, dass Athen mittlerweile ernsthaft an einem Abschluss interessiert sei, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

48 Stunden Zeit

Für Mittwoch wird ein Durchbruch angestrebt, den die  Spitzenpolitiker am Wochenende billigen können. Die neuen Vorschläge stellten einen gewissen Fortschritt dar, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag im Anschluss an den Sondergipfel in Brüssel. Es sei aber auch klar geworden, dass noch sehr viel Arbeit zu leisten ist, und dass die Zeit dafür sehr kurz ist. Nach Angaben von IWF-Chefin Christine Lagarde und dem Chef der Eurozone, Jeroen Dijsselbloem, steht in den kommenden 48 Stunden noch eine Menge Arbeit zu Griechenland an.

Am Mittwoch werden die Finanzminister des Euroraums tagen. Sie sollen ein zweites für Donnerstag geplantes Gipfeltreffen der Europäischen Union vorbereiten. Bis zum Wochenende soll weiterverhandelt werden, um eine umfassende und praktikable Lösung zu erreichen, sagte Tsipras. Die Regierung arbeite daran, dass das Land bald wieder in der Lage ist, auf eigenen Füßen zu stehen.

Zustimmung für Tsipras?

Sollte sich Tsipras in dieser Woche mit den Gläubigern einigen, ist die Rettung noch nicht automatisch unter Dach und Fach. Für das Rettungspaket braucht der Linkspolitiker die Zustimmung des Parlaments in Athen, das von den Abgeordneten seines Parteienbündnisses Syriza dominiert wird. Die lehnen aber die Sparmaßnahmen wie Rentenkürzungen ab.

IWF-Chefin Christine Lagarde attestierte den neuen griechischen Reformvorschlägen, dass sie umfassender und detaillierter als die bisherigen ausfallen. Dennoch fehlten ihnen noch Details.

DAX m Erholungsmodus

Die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit hat den DAX am Montag um 420 Punkte in die Höhe getrieben. Technisch gesehen besteht kurzfristig Aufwärtspotenzial bis zum seit April gültigen Abwärtstrend bei 11.600 Punkten. Wie Anleger an steigenden Kursen partizipieren können, lesen Sie hier.

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