DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX im freien Fall: Nächste Abwärtswelle bis 8.355 Punkte?

Der Stabilisierungsversuch im frühen Handel ist kläglich gescheitert. Die anhaltend schlechte Anlegerstimmung reißt den deutschen Aktienmarkt weiter in die Tiefe. Aktuell kämpft der DAX mit der 9.000-Punkte-Marke. Eine Ende der Talfahrt scheint nicht in Sicht.

Der steigende Euro und die zuletzt wieder fallenden Ölpreise ließen die Investoren am Montag aus Aktien flüchten, nachdem schon in der alten Woche Konjunktursorgen und durchwachsene Geschäftsberichte den deutschen Aktienmarkt nach unten gezogen hatten. Börsianer sprachen von einem weiterhin intakten Abwärtstrend am Markt.

Auf dem chinesischen Festland wird in dieser Woche wegen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahresfest nicht gehandelt. Die Börsen in Shanghai und Shenzen bleiben die gesamte Woche geschlossen bleiben. In Hongkong öffnen die Märkte erst am Donnerstag. Zuletzt bereitete aber nicht nur China den Investoren rund um den Globus Kopfschmerzen, sondern auch die Angst vor einem Abrutschen der US-Wirtschaft in die Rezession drückte auf die Stimmung.

Auf der Unternehmensseite stehen in dieser Woche eher Daten aus der zweiten und dritten Reihe auf der Agenda. Im Blick dürfte auch die Entwicklung der Rohstoffpreise insbesondere von Rohöl bleiben. Zuletzt hatte sich die Börse außergewöhnlich stark an den Preisbewegungen beim Öl orientiert.

Am Freitag verabschiedete sich der DAX bei 9.286 Punkten aus dem Handel. Damit wurde die massive Unterstützung bei 9.325 Punkten unterschritten. Heute setzt sich die Talfahrt fort.
Dabei rutscht der Leitindex erstmals seit Oktober 2014 wird unter die Marke von 9.000 Punkten. Bleibt eine schnelle Rückeroberung der ehemaligen Unterstützung aus, muss mit der dynamischen Fortsetzung der Abwärtsbewegung gerechnet werden. „Im Falle eines Durchrauschens wäre einem weiteren Kursverfall bis 8.355 Punkte, dem Oktober 2014-Tief, Tür und Tor geöffnet, wobei eine erste Abwärtswelle zunächst bis 8.950 Punkte, dem 161,8-Prozent-Fibonacci-Retracement der jüngsten Erholungsbewegung, laufen dürfte“, heißt es bei der DZ Bank.

(Mit Material von dpa-AFX)

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