DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX im Check - Jahresendrallye oder Absturz?

Nach den starken Kursverlusten am Vortag startet der DAX am Mittwoch mit leichten Aufschlägen in den vorbörslichen Handel. Der XDAX notiert kurz nach Handelsstart bei rund 10.700 Punkten. Druck kommt von der Währungsseite: Der Euro konnte sich in der Nacht über der Marke von 1,09 Dollar etablieren. Ein stärkerer Euro belastet die Gewinnaussichten im exportorientierten DAX.

Asien meist im Minus

Die asiatischen Börsen sind der Wall Street am Mittwoch in die Verlustzone gefolgt. Die schwachen Rohstoff-Preise schürten die Sorge vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Der Nikkei in Tokio gab um ein Prozent nach, der Hang Seng büßte ein halbes Prozent ein. Die chinesischen Festlandbörsen konnten hingegen ein kleines Plus verbuchen.

Aus deutscher Sicht war es gestern wichtig, dass der DAX die Unterstützung bei 10.610 Punkten nahezu punktgenau verteidigt hat. Dies stärkt zum einen die Tragfähigkeit der besagten Kursmarke, zum anderen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX wieder in Richtung 10.800 Punkte und darüber läuft. Trotzdem sollten Anleger das Gap von Oktober im Auge behalten. Noch besteht die Restgefahr, dass diese Kurslücke bei 10.510 Punkten geschlossen wird.

Nichts überstürzen!

Der DAX bewegt sich derzeit in einer Art charttechnischem Niemandsland. Entwarnung kann erst bei Kursen von über 10.930 gegeben werden. Ein Abstauberlimit sollte bei 10.500 Punkten platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


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